Panorama

Schrecksekunden in WashingtonSicherheitsmann erschießt Messerstecher

12.09.2015, 09:51 Uhr
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Der Bahnhof in Washington wurde vorübergehend evakuiert. (Foto: imago/Xinhua)

Ein Messerstecher löst am Washingtoner Hauptbahnhof eine Massenpanik aus. Die Polizei evakuiert das Gebäude. Der Mann soll auf seine Freundin eingestochen haben. Mit einem gezielten Schuss streckt ein Beamter den Attentäter nieder.

Schrecksekunden am Hauptbahnhof von Washington: Die Union Station im Zentrum der US-Hauptstadt musste am Freitagabend vorübergehend evakuiert werden, nachdem dort mindestens ein Schuss gefallen war.

Unter den Reisenden brach kurzzeitig Panik aus, hieß es aus der US-Hauptstadt. Der Bahnverkehr konnte jedoch schon nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen werden. Der Auslöser der Panik: Ein Sicherheitsmann stoppte einen Messerstecher mit einem gezielten. Der Täter starb später im Krankenhaus.

Angst vor einem Amoklauf

Nach Polizeiangaben reagierte der Sicherheitsbeamte auf einen Mann, der zuvor am Eingang zu einem benachbarten Gebäude mit einem Messer auf eine Frau eingestochen hatte und dann zum Bahnhof gerannt war. Der Sicherheitsbeamte gab laut einem Polizeisprecher einen Schuss auf den Mann ab, als dieser sich weigerte seine Stichwaffe niederzulegen und stattdessen mit dem Messer weiter hantierte.

Der Mann wurde in die Seite getroffen, hieß es. Er erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei dem vorangegangenen Messerangriff auf die Frau habe es sich offenbar um einen Familienstreit gehandelt, sagte Polizeisprecher Jeff Brown.

Aufregung am 11. September

Medienberichten zufolge soll das Opfer des Messerangriffs die Freundin des Attentäters sein. Sie wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich nach unbestätigten Angaben im Bereich eines Fastfood-Restaurants. Einen etwaigen terroristischen Hintergrund konnten die Behörden schnell ausschließen.

Der Hauptbahnhof liegt im Zentrum Washingtons in der Nähe des Kongressgebäudes. Die Sicherheitskräfte in den USA waren vor dem Wochenende wegen des Jahrestags der Anschläge vom 11. September 2001 besonders wachsam. Die Bundespolizei FBI hatte im Vorfeld jedoch erklärt, es gebe keine "spezifischen oder glaubwürdigen Bedrohungen".

Quelle: ntv.de, lsc/AFP/dpa

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