Panorama

Vierfache Mutter totgefahren Staatsanwaltschaft fordert lange Haft für Raser

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Obwohl nur maximal Tempo 100 erlaubt war, soll der Fahrer seinen Wagen auf etwa die doppelte Geschwindigkeit beschleunigt haben.

(Foto: picture alliance/dpa/vifogra)

Im April 2021 rast ein Mann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in das Auto einer 54-Jährigen. Die vierfache Mutter stirbt noch am Unfallort. Vor Gericht rückt der Staatsanwalt vom Mordvorwurf ab.

Nach einer tödlichen Raserfahrt mit etwa 200 Kilometern pro Stunde hat die Staatsanwaltschaft für den Autofahrer eine siebeneinhalbjährige Gefängnisstrafe gefordert. Der Staatsanwalt wertete die Raserei in dem Prozess vor dem Landgericht Augsburg als verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge, das Gesetz sieht hier eine Maximalstrafe von zehn Jahren vor.

Von dem Mordvorwurf aus der Anklageschrift rückte der Staatsanwalt allerdings ab. Ein Tötungsvorsatz sei dem 28-Jährigen nicht nachweisbar, sagte er. Die beiden Verteidiger sprachen sich hingegen nur für eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung aus und beantragten maximal vier Jahre Haft. Sie sehen das Gesetz, wonach man auch ohne ein zweites Auto ein Rennen fahren kann, als nicht konkret genug an. Die Strafkammer will am 17. November das Urteil verkünden.

Dem 28 Jahre alten Fahrer wird vorgeworfen, auf einer Staatsstraße beim schwäbischen Monheim, auf der maximal Tempo 100 erlaubt war, seinen PS-starken Wagen auf etwa die doppelte Geschwindigkeit beschleunigt zu haben. Dadurch soll er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und in den Gegenverkehr geschleudert sein. Dort krachte der Angeklagte in das Auto einer vierfachen Mutter, die 54-Jährige war sofort tot. Die Raserfahrt war detailliert dokumentiert, weil der Angeklagte in seinem Wagen eine sogenannte Dashcam installiert hatte und die Sekunden vor dem tödlichen Unfall damit auf Video aufnahm.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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