Panorama

Großeinsatz bei CSDTodesfahrt in Berlin: Was wir wissen und was nicht

26.07.2026, 03:30 Uhr
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Einsatzkraefte-der-Polizei-und-Rettungskraefte-stehen-im-Grossen-Tiergarten-nach-dem-Abbruch-des-Christopher-Street-Day-CSD-Nachdem-ein-Auto-mehrere-Menschen-am-Rande-des-Christopher-Street-Day-in-Berlin-angefahren-und-verletzt-hat-sucht-die-Polizei-nach-Verdaechtigen-Personen
Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot in den Tiergarten im Herzen der Hauptstadt an. (Foto: picture alliance/dpa)

Während Hunderttausende in Berlin den Christopher Street Day (CSD) feiern, rast ein weißer Transporter durch den angrenzenden Tiergarten. Dabei stirbt eine Frau, weitere Menschen werden verletzt. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck zu den Umständen. Was bisher bekannt ist - und was nicht.

Wie viele Menschen haben am CSD teilgenommen?

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert. Weder der Veranstalter noch die Polizei konnten die Zahl konkret benennen. Die Rede ist von bis zu 700.000 Menschen, die am CSD selbst und am Rahmenprogramm beteiligt waren. Eine Demonstration zog durch die Berliner Innenstadt. Anschließend sollte zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule auf der Straße des 17. Juni und im Tiergarten im Herzen der Hauptstadt gefeiert werden. Unter anderem Sarah Connor trat auf.

Was ist am Samstagabend geschehen?

Gegen 22 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu einem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz. Wie ein Sprecher berichtet, ist dort ein weißer Wagen über die Straße Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren und hat mehrere Menschen an- oder umgefahren, bevor er mit einem Baum kollidierte. Der genaue Ablauf der Tat und die Hintergründe sind unklar.

Wie viele Tote und Verletzte gibt es?

Eine Frau erlag vor Ort ihren Verletzungen, eine Reanimation verlief erfolglos. Laut Feuerwehr wurden mindestens 16 Menschen verletzt: drei Menschen lebensbedrohlich, acht schwer und fünf leicht verletzt.

Wurde der Fahrer gefasst?

Der Fahrer befindet sich laut Polizei auf der Flucht. "Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen", so Polizeisprecher Florian Nath auf X. In der Nacht teilte die Polizei mit, sie habe einen mutmaßlichen Tatverdächtigen identifiziert: "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet." Seit dem Morgen fahndet die Polizei öffentlich nach Abdul B.

Gibt es weitere Verdächtige?

Es ist offen, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob es Komplizen gab. Laut der Polizei machten Zeugen unterschiedliche Angaben. 

Kam es zu weiteren Vorfällen?

Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine "zweite Tatphase" gab. Zeugen hätten von am Boden liegenden Menschen mit Stichverletzungen berichtet, heißt es. Die Polizei prüft diese Angaben. 

Gibt es Hinweise auf ein Motiv?

Die Behörden ermitteln "aufgrund des Verdachts eines Anschlags". Der Verdächtige wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Hintergründe der Tat inklusive des Motivs waren am Morgen allerdings noch unklar.

Welche Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen?

Ein Polizeisprecher sprach am Abend von etwa 250 Zufahrtsschutzsperren, die um das CSD-Gelände auf der Straße des 17. Juni aufgestellt worden waren. Es sei deshalb besonders tragisch, dass es zu diesem Vorfall kommen konnte. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner von der CDU ging davon aus, dass das Areal "sehr gut gesichert" gewesen sei.

Wie geht es mit dem CSD weiter?

Gar nicht. Die für Sonntag geplanten Aktionen, ein großes Frühstück sowie eine Reinigungsaktion im Tiergarten, wurden aufgrund der Vorkommnisse ersatzlos abgesagt.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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