Starkregen und StromausfälleTropensturm Lala entwickelt sich vor Hawaii zu Hurrikan

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde fegt der Wirbelsturm Lala auf die Küste von Big Island zu. Das Schlimmste steht noch bevor, warnt der Bürgermeister von Hawaii County. Es drohen lebensgefährliche Sturzfluten und Erdrutsche.
Der Tropensturm Lala hat sich unmittelbar vor Hawaii zu einem Hurrikan verstärkt und sorgt auf der größten Insel der Inselgruppe bereits für Überschwemmungen, Stromausfälle und Straßensperren. Das US-Hurrikanzentrum stufte Lala als Hurrikan der Kategorie 1 ein. Die anhaltenden Windgeschwindigkeiten lagen demnach bei bis zu 120 Kilometern pro Stunde.
Die Meteorologen rechnen damit, dass die sogenannte Eyewall im Zentrum des Sturms mit den stärksten Winden in den nächsten Stunden über oder nahe der Südspitze von Big Island hinwegzieht. Es ist damit nicht klar, ob Lala als Hurrikan auf Land trifft.
Starker Regen und heftige Windböen durch die Ausläufer des Hurrikans sorgten auf Big Island lokal bereits für Überschwemmungen. Bäume stürzten um, Straßen wurden gesperrt. Nach Angaben des Lokalsenders Hawaii News Now waren mehr als 9700 Stromkunden ohne Versorgung. An mehreren Stellen blockierten umgestürzte Bäume, herabgefallene Stromleitungen, Geröll und Erdrutsche Straßen. Mehr als 130 Menschen hatten demnach Schutz in Notunterkünften gesucht.
Sorge vor extremen Regenfällen
Der Bürgermeister von Hawaii County, Kimo Alameda, warnte, dass das Schlimmste noch bevorstehe. Der öffentliche Nahverkehr auf Big Island wurde eingestellt, Parks und Strände geschlossen. Am Flughafen der Stadt Hilo waren für den Rest des Tages keine Flüge mehr geplant, auch der Flughafen von Kona wurde wenige Stunden später geschlossen. Dutzende Flüge innerhalb Hawaiis und zum US-Festland wurden gestrichen oder geändert.
Der Nationale Wetterdienst rechnet an den windzugewandten Seiten von Big Island im Verlauf des Sturms mit insgesamt 25 bis 50 Zentimetern Regen, örtlich könnte noch mehr fallen. Damit drohen lebensgefährliche Sturzfluten und Erdrutsche. An der Ostseite von Big Island wird zudem eine Sturmflut erwartet.
Auch auf den anderen Inseln gelten Warnungen. Für Maui, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Oahu, Kauai und Niihau wurde vor Tropensturm-Bedingungen gewarnt, inklusive starken Winden, bis zu 30 Zentimeter Regen, Sturzfluten und Erdrutschen. An der Ostküste Mauis soll die Brandung am Abend Höhen von etwa vier bis fünfeinhalb Metern erreichen. Am Montag soll sich die Wetterlage allmählich beruhigen.