Panorama

Kongo benötigt mehr HilfeUN: Am schnellsten wachsender Ebola-Ausbruch aller Zeiten

29.07.2026, 22:18 Uhr
00:00 / 02:09
Mitarbeiter-der-Hilfsorganisation-Aerzte-ohne-Grenzen-MSF-arbeiten-in-der-Provinz-Ituri-im-Einsatz-gegen-die-Ebola-Epidemie-Der-Ebola-Ausbruch-in-der-Demokratischen-Republik-Kongo-weitet-sich-aus
Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa/MSF)

Bereits in den vergangenen Berichten zum Ebola-Virus im Kongo sprach die UN von einem rasanten Tempo der Ausbreitung. Nun stellt sie fest, dass es noch nie so schnell ging wie derzeit.

Angesichts der sich weiter ausbreitenden Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo rufen Experten der Vereinten Nationen zu einer massiven Ausweitung der Hilfsmaßnahmen auf. "Die Zahl der Fälle steigt exponentiell an und verdoppelt sich alle 20 Tage. Dies ist ein weitaus schnelleres Wachstum als der Ausbau unserer Hilfsmaßnahmen", sagte Julien Harneis, UN-Ebola-Koordinator.

"Wir müssen unsere Maßnahmen massiv verstärken, sei es bei der Versorgung mit Hilfsgütern, insbesondere mit Schutzausrüstung, Personal, medizinischem Fachpersonal und Logistikern." Eine frühzeitige Behandlung steigere die Überlebenschancen enorm, so Harneis.

"Dies ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch aller Zeiten", sagte der stellvertretende Leiter des Welternährungsprogramms WFP, Carl Skau. "Zum Vergleich: In den letzten zwei Monaten starben 1000 Menschen. In Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1000 Menschen starben."

Mehr als 1400 Tote

In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten erfassten Ausbruch von 2018 bis 2020 im Ostkongo starben rund 2300 Menschen. Laut Zahlen der kongolesischen Gesundheitsbehörden sind bisher mehr als 1400 Menschen an dem Virus gestorben.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und insbesondere Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

EbolaDemokratische Republik KongoVereinte NationenKrankheit