Panorama

Höchstwert an neuen Infektionen USA planen Einreisestopp aus Indien

Die USA wollen in der kommenden Woche Einreisen aus Indien beschränken. Das Weiße Haus begründet dies mit den hohen Fallzahlen in dem asiatischen Land - und mit den verschiedenen Varianten, die dort im Umlauf sind.

Die US-Regierung will wegen der verheerenden Corona-Krise in Indien Reisen aus dem südasiatischen Land von kommender Woche an einschränken. Auf Anraten der US-Gesundheitsbehörde CDC werde die Regierung ab kommendem Dienstag entsprechende Maßnahmen umsetzen, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, mit.

Sie machte keine Angaben dazu, welche Einschränkungen dann genau in Kraft treten sollen. Die bisher in der Pandemie erlassenen US-Einreisebeschränkungen gelten für Ausländer, die aus bestimmten Staaten kommen. Psaki begründete den Schritt mit "außerordentlich hohen Fallzahlen" und mit dem Zirkulieren mehrerer Varianten des Coronavirus in Indien.

Weiterhin gilt in den USA wegen der Pandemie prinzipiell ein Einreisestopp für Ausländer aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran. Eine Einreise aus diesen Staaten ist für Ausländer nur mit einer Ausnahmegenehmigung ("National Interest Exception") möglich. Am vergangenen Wochenende hatte bereits Deutschland einen weitgehenden Stopp für Einreisen aus Indien verhängt.

Mehr als 100 Millionen US-Amerikaner geimpft

Die Corona-Lage in Indien ist verheerend. In dem Land wurde nach Angaben vom Freitag ein weltweiter Höchstwert an neuen Infektionen binnen eines einzigen Tages erfasst. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 386.000 Ansteckungen registriert, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Im selben Zeitraum starben weitere 3498 Menschen mit oder an dem Virus.

In dem südasiatischen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern sind Krankenhäuser und Krematorien überfüllt. Medizinischer Sauerstoff ist knapp. Das US-Außenministerium hatte amerikanischen Staatsbürgern am Donnerstag die Ausreise aus dem Land nahegelegt. Zugleich wurde die freiwillige Ausreise von Familienmitgliedern amerikanischer Mitarbeiter der diplomatischen Vertretungen in Indien genehmigt.

In den USA sind derweil 101,4 Millionen Menschen vollständig geimpft. Das teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Insgesamt seien mehr als 308,7 Millionen Dosen ausgeliefert und 240,1 Millionen verabreicht worden. Rund 144,8 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/rts

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