Panorama

In NRW und Rheinland-Pfalz Unwetter legt Bahnverkehr teilweise lahm

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In einigen Städten, wie hier in Kordel in der Eifel, überschwemmte das Wasser die Schienen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Überschwemmungen nach nächtlichem Starkregen bringen den Schienenverkehr in Teilen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz zum Erliegen. Linksrheinisch ist die Strecke Köln-Koblenz nicht befahrbar, auch Richtung Ruhgebiet kommt es zu Umleitungen und Zugausfällen.

Der Regional- und Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist aufgrund der Unwetterlage nach wie vor stark eingeschränkt. Gleise, Weichen und Signaltechnik seien in vielen Landesteilen stark beschädigt, teilte die Deutsche Bahn mit. Auch Bahnhöfe und Stellwerke seien betroffen. Die Wetterlage wirke sich auch auf den Fernverkehr aus: Auf der Strecke Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund kommt es demnach zu Umleitungen, Verspätungen und Zugausfällen. Die Strecke Köln-Koblenz über den Bonner Hauptbahnhof ist derzeit nicht befahrbar. Über Bonn-Beuel ist die Strecke rechtsrheinisch befahrbar, allerdings komme es auch hier zu Verspätungen und Zugausfällen.

Die Unwetter haben auch auf den Zugverkehr in anderen Bundesländern Auswirkungen. Wie die Bahn weiter mitteilte, enden und wenden Züge aus Richtung Hannover beziehungsweise Bremen oder Paderborn im westfälischen Hamm, Münster und Dortmund. Züge aus Süddeutschland enden demnach in Koblenz beziehungsweise Köln. Aufgrund der "Vielzahl an Störungen" appellierte die Bahn an Reisende, "den Bereich NRW weiträumig zu umfahren". Reisen von und nach Nordrhein-Westfalen sollten nach Möglichkeit auf die kommenden Tage verschoben werden. Bei den noch fahrenden Fernverkehrszügen sei mit einem erhöhten Aufkommen an Fahrgästen zu rechnen. Reisende sollten sich zudem vor Fahrtantritt im Internet oder in der DB-Navigator-App über ihre Verbindung informieren.

Auch der internationale Fernverkehr von und nach Brüssel ist laut Bahn unterbrochen. "Die betroffenen Fernverkehrszüge fallen zwischen Köln Hbf und Bruxelles-Midi aus. Im Regionalverkehr setzt die Bahn Ersatzbusse ein, sofern es die Straßen zuließen. Tickets für den 14., 15. oder 16. Juli behielten ihre Gültigkeit bis eine Woche nach dem Ende der Störungen oder könnten kostenfrei storniert werden.

Eine genaue Erfassung der Unwetterschäden ist nach Angaben der Bahn vielerorts erst mit abfließenden Wassermassen möglich. Eine Prognose darüber, wie lange der Bahnverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen beeinträchtigt sein wird, sei "erst im Laufe des Tages möglich". Dort ist auch der Nahverkehr vielerorts stark beeinträchtigt. Der Hauptbahnhof in der besonders betroffenen Stadt Hagen ist wegen Wassereinbruchs vorerst gesperrt.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa/AFP

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