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Welche Voraussetzungen gelten Verteilung kostenloser FFP2-Masken startet

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FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft.

(Foto: imago images/Markus van Offern)

Ab heute erhalten etwa 27 Millionen Menschen aus den Corona-Risikogruppen kostenlose FFP2-Masken. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und warum der Apothekerverband rät, nicht gleich am ersten Tag in die Apotheken zu strömen.

Vom heutigen Dienstag an können rund 27 Millionen Bürger aus Corona-Risikogruppen in Deutschland die ersten kostenlosen FFP2-Masken erhalten. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums tritt in Kraft. Die Ausgabe der Schutzmasken erfolgt in einem stufenweisen Verfahren. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) rechnet mit einem "enormen Kundenandrang" und warnt vor langen Warteschlangen.

In einem ersten Schritt sollen über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Zum Abholen ist Zeit bis zum 6. Januar. Laut Informationen des Bundesgesundheitsministeriums genügt dazu die Vorlage des Personalausweises "oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen". Zur Abholung könne auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Kosten von 2,5 Milliarden Euro

Im zweiten Schritt können diese Menschen ab 1. Januar weitere zwölf Masken erhalten. Dafür sollen sie von der Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs FFP2-Masken bekommen - vorgesehen ist dafür dann ein Eigenanteil von jeweils zwei Euro für je sechs Masken. Den Bund kostet die Aktion insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro.

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz. "Eine FFP2-Maske ist kein Freifahrtschein. Alle anderen Infektionsschutzregeln sollten weiterhin eingehalten werden. Dazu gehört Händewaschen, Abstand halten, Lüften und die Benutzung der Corona-Warn-App", sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

Gleichzeitig appellierte er an die Patienten, Geduld zu haben und nicht gleich am ersten Tag zu den Apotheken zu strömen. Denn lange Warteschlangen sollten aus Gründen des Infektionsschutzes möglichst vermieden werden. "Wir können nicht alle Berechtigten an einem Tag versorgen, und die benötigten Masken werden auch erst nach und nach in die Apotheken geliefert", so Schmidt.

Skeptisch reagierte die Deutsche Stiftung Patientenschutz auf die weitgehende kostenlose Abgabe der Masken. Zwar sei es gut, dass sich 27 Millionen Menschen mit FFP2-Masken vor dem Virus schützen könnten, erklärte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. "Ganz besonders freuen werden sich jedoch die Apotheker über den warmen Geldregen vom Bundesgesundheitsminister." Denn von den dafür vorgesehenen knapp 2,5 Milliarden Euro werde der größte Teil ihre Kassen füllen. "Dieses Geld für die Apotheker wäre besser angelegt für Schnelltests in der Altenpflege."

Quelle: ntv.de, hek/dpa/AFP

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