Panorama

"Das mache ich jetzt alleine" Von der Leyen wollte nicht zum Arbeitsamt

Nach ihrer Rückkehr aus den USA fällt der heutigen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Wiedereingliederung in Deutschland nicht leicht. Sie ist sich unsicher über ihren weiteren Karriereweg. Nur eines weiß sie: Bloß nicht zum Arbeitsamt.

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Hat auch ohne Beratung durch das Arbeitsamt noch einen Job gefunden: Ursula von der Leyen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ursula von der Leyen wollte sich vor Jahren nicht vom Arbeitsamt helfen lassen. Damals war die Verteidigungsministerin bei der Wahl ihres weiteren Karrierewegs unsicher. Auf einen entsprechenden Vorschlag ihres Vaters Ernst Albrecht, dem ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten, reagierte sie sogar "empört".

Dem "Spiegel" erzählt die 56-Jährige: "Als ich aus den USA zurückkam, mit damals fünf Kindern, wusste ich nicht recht, was ich machen sollte. Ich überlegte, als Ärztin wieder in den Beruf einzusteigen. Da sagte er mir: Ach, geh doch mal zum Arbeitsamt und frag, was die mit Leuten wie dir machen. Da war ich wirklich empört", fuhr von der Leyen fort. "Im Rückblick war das aber ein notwendiger Ansporn, um ihm zu sagen, das mache ich jetzt alleine."

Die studierte Medizinerin von der Leyen hatte von 1992 bis 1996 mit ihrer Familie in den USA gelebt. Danach arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Von der Leyen betrachtet Kanzlerin Angela Merkel als Wegbereiterin für ihre anschließende politische Karriere: "Die Bundeskanzlerin ist die Eisbrecherin schlechthin", sagte die Ministerin dem "Spiegel". "Es hat vor ihr keine Frau gegeben, die es so weit gebracht hat. Sie ist über die Buckelpiste aufgestiegen und nicht über den vorgezeichneten Weg."

Quelle: ntv.de, lou/spot

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