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Schauspieler wurde 101 Jahre alt"Vorzeigeschwabe" Walter Schultheiß ist tot

02.01.2026, 18:04 Uhr
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Der-Schauspieler-Walter-Schultheiss-sitzt-am-29-11-2017-in-Stuttgart-Baden-Wuerttemberg-mit-seiner-Frau-Trudel-Wulle-vor-Beginn-der-Premiere-von-Laible-und-Frisch-im-Kinosaal-Bei-der-23-Filmschau-Baden-Wuerttemberg-werden-85-aktuelle-Filmproduktionen-aus-dem-Suedwesten-gezeigt
Walter Schultheiß und seine Frau Trudel Wulle sitzen 2017 vor der Premiere ihres Films "Laible und Frisch" in einem Stuttgarter Kinosaal. (Foto: picture alliance / Sina Schuldt/dpa)

Er war König und Pfarrer, grantiger Vermieter und Straßenkehrer. "Kann man sich Baden-Württemberg ohne Walter Schultheiß vorstellen?", fragt der SWR. Muss man. Der Vorzeigeschwabe ist kurz vor Weihnachten im Alter von 101 Jahren gestorben.

Der schwäbische Volksschauspieler, Autor und Maler Walter Schultheiß ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Er sei nach seinem Tod am 22. Dezember inzwischen in Wildberg im baden-württembergischen Landkreis Calw im kleinen Kreis beerdigt worden, teilt der Südwestrundfunk (SWR) unter Berufung auf Schultheiß' Familie mit. Bundesweit war der Darsteller speziell als Vermieter Rominger des "Tatort"-Kommissars Bienzle bekannt.

Schultheiß wurde am 25. Mai 1924 in Tübingen geboren. Zum ersten Mal stand er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf der Bühne und spielte 1945 "Die kluge Närrin" von Lope de Vega. Nach dem Schauspielunterricht in Stuttgart habe er dort sein erstes festes Engagement am Stuttgarter Volkstheater in der Operette "Maske in Blau" bekommen.

Eine Radio- und Fernsehkarriere schlossen sich an. Mit Werner Veidt bildete er im damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR) mehr als zwei Jahrzehnte lang das Straßenkehrer-Duo Karle und Gottlob: "Ich bin der Straßenkehrer Gottlob Friederich; ich kehr' für Arm und Reich, für Groß und Niederich." Die Serie wurde zum Markenzeichen der samstäglichen SDR-Hörfunkreihe "Gäste im Großen Sendesaal".

Sympathisch-bruddeliger Schwabe

"Wir trauern um einen großartigen Schauspieler, Künstler und ein Urgestein des Mundart Schauspiels", sagte SWR-Intendant Kai Gniffke laut Mitteilung. "Kann man sich Baden-Württemberg ohne Maultaschen, ohne Kehrwoche, ohne Walter Schultheiß vorstellen?" Im Bienzle-"Tatort" habe Schultheiß "den Idealtyp des sympathisch-bruddeligen Schwaben weit über den Südwesten hinaus bekannt und beliebt gemacht".

Schultheiß habe bis ins hohe Alter auf der Bühne und vor der Kamera gestanden, sagte Gniffke - für den SWR zuletzt mit seiner 2021 verstorbenen Frau Trudel Wulle, mit der er 71 Jahre lang verheiratet war, in dem Kinofilm "Laible und Frisch - Do goht dr Doig". Bis zu seinem Tod habe er zu Hause in Wildberg mit seinem Sohn Götz, dessen Ehefrau und seinen beiden sieben Jahre alten Enkelinnen gelebt.

Bis ins hohe Alter spielte der 25. Mai 1924 geborene Künstler, der auch humorige Texte schrieb, noch Theater in der Komödie im Marquardt in Stuttgart.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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