Panorama

"Wir sind zuversichtlich" WHO hofft auf Corona-Impfung 2021

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Sars-CoV-2-Impfung ab 2021? Soumya Swaminathan hofft auf "ein oder zwei erfolgreiche Impfstoffe".

(Foto: dpa)

Die Welt steht dem Coronavirus noch immer vollkommen wehrlos gegenüber. Ein sicheres Gegenmittel zum Schutz der Bevölkerung dürfte es nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation frühestens im kommenden Sommer geben.

Eine breit angelegte Corona-Impfung könnte nach Meinung der Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mitte 2021 erfolgen. "Im Moment sind mehr als 20 Impfstoffkandidaten in klinischen Studien", sagte Soumya Swaminathan. "Deshalb sind wir zuversichtlich, dass ein paar von ihnen funktionieren werden."

Bis der erhoffte Impfschutz in der Bevölkerung aufgebaut werden kann, dürfte es demnach allerdings noch dauern. In diesem Jahr ist nach Einschätzung der WHO mit dem Start der Massen-Immunisierung nicht mehr zu rechnen.

Um die Akzeptanz einer solchen weltumspannenden Impfkampagne zu erhalten und die verschiedenen Impfstoffkandidaten auf etwaige schädliche Nebenwirkungen zu überprüfen, brauchen die Experten noch mehrere Monate intensiver Forschungsarbeit. Anfang 2021 könnten erste Ergebnisse der klinischen Studien vorliegen, sagte Swaminathan. Erst dann könne mit der Massenproduktion der Impfstoffe begonnen werden. Wenn dann genügend Impfdosen vorliegen, könnte es Mitte 2021 einen Impfstoff geben, der auf breiter Basis eingesetzt wird.

"Natürlich lässt sich das nicht vorhersagen", betonte Swaminathan. Sie sieht dennoch Grund zur Hoffnung: "Wenn wir annehmen, dass es eine zehnprozentige Chance für jeden der Impfstoff-Kandidaten gibt, erfolgreich zu sein, bedeutet das immer noch, dass ein oder zwei Impfstoffe erfolgreich sein könnten - vielleicht sogar mehr."

Es sei nicht entmutigend, dass neutralisierende Antikörper in einigen Corona-Infizierten nach einer Zeit verschwinden, gab die WHO-Expertin zu bedenken. Dies bedeute nicht, dass die Immunität nach einer Infektion zwangsläufig verschwindet. Schließlich gebe es bekanntlich verschiedene Arten der Körperabwehr wie etwa Gedächtniszellen.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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