Panorama

240 Feuer in British Columbia Waldbrände vertreiben Tausende Kanadier

92316219.jpg

Ein Waldbrand färbt den Himmel über Boston Flats wenige Kilometer westlich von Kamloops orange.

(Foto: picture alliance / Darryl Dyck/T)

An den Westküsten der USA und Kanadas ist es seit einigen Wochen zu heiß und zu trocken. Die Folge sind verheerende Waldbrände, die den Himmel orange färben. Tausende Menschen sind auf der Flucht.

An der kanadischen Westküste haben rund 14.000 Menschen wegen schwerer Waldbrände ihre Häuser verlassen. Der Sender CBC berichtete von etwa 240 Feuern in der Provinz British Columbia. Viele Häuser seien zerstört, Straßen unpassierbar. Rund 1000 Feuerwehrleute seien im Einsatz.

Besonders schwer betroffen sind der Bezirk Cariboo und das Gebiet rund um die Stadt Kamloops, die etwa 300 Kilometer nordöstlich von Vancouver liegt. Eine baldige Besserung sei nicht in Sicht, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch in den kommenden Tagen sei mit trockenem und heißem Wetter zu rechnen.

In British Columbia war bereits am Wochenende der Notstand ausgerufen worden. Mit Temperaturen bis zu 39 Grad Celsius sei es in der Region seit längerem zu heiß und zu trocken, hieß es. Die Brände wurden den Behörden zufolge von Blitzen und auch von Menschen ausgelöst.

Für Betroffene hat die Provinz Soforthilfen von 100 Millionen kanadischen Dollar bereitgestellt, das sind umgerechnet 68 Millionen Euro. Das Geld solle sicherstellen, "dass alle verfügbaren Mittel eingesetzt werden, um die Brände zu bekämpfen und Familien und Gemeinden zu schützen", sagte British Columbias Premierministerin Christy Clark.

Rekordtemperaturen in Kalifornien

Auch an der US-Westküste haben schwere Waldbrände tausende Hektar Land zerstört und tausende Menschen in die Flucht getrieben. Allein in Kalifornien kämpfen 5500 Feuerwehrleute gegen 14 großflächige Brände. Dort mussten rund 8000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Die Brände in Kalifornien waren am Wochenende ausgebrochen und wurden vom heißen Wetter und dem Wind angefacht. Fast der gesamte Süden Kaliforniens ächzt derzeit unter Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad Celsius. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hatte erst im April eine Dürreperiode für beendet erklärt, die den Bundesstaat mehr als fünf Jahre lang geplagt hatte.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa