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Verkehrsmittel Nummer eins Zwei Drittel fahren mit dem Auto zur Arbeit

Gerade in Großstädten ist es im morgendlichen Berufsverkehr oft voll in den Bussen und Bahnen. Auf ganz Deutschland bezogen ist der Anteil der Pendler, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren jedoch relativ gering - die meisten legen den Arbeitsweg mit dem Pkw zurück.

Das Auto ist für Pendler in Deutschland auf dem Weg zur Arbeit unverändert das wichtigste Verkehrsmittel. Zwei Drittel (68 Prozent) fuhren nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit dem Pkw in die Firma oder ins Büro - auch auf kürzeren Strecken. Gerade einmal gut 13 Prozent nutzten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Zug für ihren Arbeitsweg. Jeder zehnte Erwerbstätige fährt regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit, 7 Prozent liefen zu Fuß.

Auch auf kürzeren Arbeitswegen kommt das Auto oft zum Einsatz. Fast die Hälfte aller Erwerbstätigen (48 Prozent) hat nach eigenen Angaben weniger als 10 Kilometer zum Arbeitsplatz zurückzulegen. Bei 29 Prozent ist der Arbeitsweg zwischen 10 und 25 Kilometer lang, bei 14 Prozent zwischen 25 und 50 Kilometer.

Die Zahlen basieren auf einer alle vier Jahre durchgeführten Pendlererhebung. Im Vergleich zur letzten Erhebung für das Jahr 2016 sind die Prozentanteile der einzelnen Verkehrsmittel nahezu unverändert. Die Angaben für das Jahr 2020 beziehen sich nach Angaben des Bundesamtes auf die gut 38,9 Millionen der insgesamt 41,6 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland, die bei der Befragung Angaben zur Entfernung vom Wohnort zum Job sowie zu Zeitaufwand und Verkehrsmittel für den Arbeitsweg gemacht haben.

Zahl der zugelassenen Autos gestiegen

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Die ungebrochene Dominanz des Autos spiegele sich auch in Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes wider, teilt das Statistische Bundesamt weiter mit. Zum Stichtag 1. Januar 2021 waren demnach 48,2 Millionen Pkw in Deutschland zugelassen – das waren 14 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor (1. Januar 2011: 42,3 Millionen). Dabei gehe der Trend in privaten Haushalten offenbar zum Zweit- oder Drittwagen.

So lag der Anteil der Haushalte, die mindestens ein Auto besitzen, im Jahr 2020 mit 77,4 Prozent ähnlich hoch wie 2010 (77,6 Prozent). Die Zahl der Autos pro Haushalt nahm ihm selben Zeitraum allerdings zu. Demnach kamen 2010 auf 100 Haushalte noch 102 Autos, so waren es zehn Jahre später schon 108.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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