Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:29 Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts +++
Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichten auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe "eine großangelegte Angriffswelle" auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.
+++ 23:36 Trump: Wir haben gewonnen, müssen aber den Auftrag zu Ende führen +++
US-Präsident Donald Trump erklärt den Krieg gegen den Iran für gewonnen. "Man sagt nicht gerne zu früh, dass man gewonnen hat. Wir haben gewonnen", sagt Trump bei einem Wahlkampf-Auftritt im Bundesstaat Kentucky. "In der ersten Stunde war es vorbei." Die USA würden jedoch weiterkämpfen, um den Auftrag zu Ende zu führen. "Wir wollen nicht alle zwei Jahre zurückkommen müssen."
+++ 23:02 Chamenei-Berater beschimpft Trump: "Satan persönlich" +++
Ein hochrangiger Militärberater des neuen obersten Führers des Iran, Modschtaba Chamenei, bezeichnet US-Präsident Donald Trump als "Satan" und droht Israel mit der Vernichtung. "Trump ist der korrupteste und dümmste amerikanische Präsident", sagt Jahja Rahim Safawi im Staatsfernsehen. "Er ist Satan persönlich." Er wiederholt zudem die vom iranischen Regime seit langer Zeit geäußerte Drohung, Israel zu vernichten.
+++ 22:29 Iran: Sicherheitskräfte bei Drohnenangriffen in Teheran getötet +++
Bei israelischen Drohnenangriffen auf Teheran werden nach Angaben iranischer Medien Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet. Die Drohnen seien über mehrere Stadtteile im Süden und im Norden der iranischen Hauptstadt geflogen, meldet die Nachrichtenagentur Fars. Es seien "mehrere Mitglieder der Sicherheitskräfte und der (freiwilligen) an Kontrollpunkten stationierten Basidsch-Miliz" getötet worden. Es ist das erste Mal seit dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar, dass Drohnenangriffe in Teheran gemeldet werden.
+++ 22:15 Außenamt: Mehr als 1100 Deutsche mit Evakuierungsflügen aus Golfregion geholt +++
Laut Auswärtigem Amt wurden mehr als 1100 Deutsche mit Evakuierungsflügen aus der Golfregion nach Hause gebracht. "Mein Dank gilt allen Kollegen, die Tag und Nacht Ausreisen organisiert und auch mit der Reiseindustrie zusammengearbeitet haben", erklärt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Die von der Regierung organisierten Flüge sind in erster Linie für vulnerable Gruppen gedacht, also Kranke, Alte, Schwache, Schwangere und Kinder.
+++ 21:59 Pentagon: Erste sechs Kriegstage kosteten mehr als 11,3 Milliarden Dollar +++
Es ist ein teurer Krieg für die USA. Nun gibt es eine neue Schätzung, die das unterstreicht. Beamte des Pentagon teilen laut "New York Times" Abgeordneten in einer geschlossenen Sitzung im Kapitol mit, dass sie die Kosten des Krieges gegen den Iran allein in den ersten sechs Tagen auf über 11,3 Milliarden Dollar geschätzt hätten. Die Zeitung beruft sich auf drei mit der Sitzung vertraute Personen.
Nicht enthalten sind in der Schätzung demnach viele der mit der Operation verbundenen Kosten, zum Beispiel die Aufstockung von militärischer Ausrüstung und Personal im Vorfeld der ersten Angriffe. Die Abgeordneten gehen davon aus, dass die Zahl noch erheblich steigen werde, heißt es weiter.
+++ 21:41 Trump: USA geben Teil der strategischen Ölreserven frei +++
Nach Angaben von Präsident Donald Trump geben die USA einen Teil ihrer strategischen Ölreserve frei. In einem Interview mit dem Lokalsender Cincinnati's Local 12 in Ohio sagt Trump auf die Frage, ob er die Schwelle für die strategische Ölreserve im Auge habe, dass Washington diese "ein wenig reduzieren" werde. "Und dadurch sinken die Preise", fügt er an. Die Ölreserve der USA, die sich an den Küsten von Texas und Louisiana befindet, umfasst 415 Millionen Barrel Öl, mehr als die gesamte Welt in vier Tagen verbraucht.
+++ 21:33 Sicherheitsrat verurteilt Irans Angriffe auf Golfstaaten - Russland und China enthalten sich +++
Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet mit 13:0 Stimmen eine Resolution, laut der die iranischen Angriffe auf Länder der Golfregion verurteilt werden. Teheran hatte damit auf Angriffe Israels und der USA reagiert. Die Resolution wurde von Bahrain im Namen von sechs Golfstaaten sowie Jordanien vorgelegt und von 135 Ländern unterstützt, darunter auch Deutschland. In dem Text wird etwa die sofortige Einstellung der iranischen Angriffe gefordert und Irans Einsatz von Stellvertretergruppen wie der Hisbollah kritisiert. China und Russland, die engsten Verbündeten des Iran, enthalten sich der Stimme.
+++ 21:19 Israel verkündet "groß angelegte Angriffswelle" auf Vororte Beiruts +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine "groß angelegte Angriffswelle" auf die Vororte Beiruts gestartet. Die Hisbollah habe zuvor "Dutzende" Raketen abgefeuert, heißt es weiter. Laut der israelischen Armee zielten die Angriffe auf die Infrastruktur der Hisbollah im Vorort Dahieh im Süden Beiruts ab. Zuvor hatte Israel die Zivilbevölkerung zum Verlassen der Gebiete aufgefordert.
+++ 21:08 Trump sicher: "Der Ölpreis wird sinken" +++
Donald Trump befindet sich gerade auf einer Wahlkampftour. Allerdings äußert er sich dabei auch zum Iran-Krieg. In Kentucky etwa spricht er mit Journalisten auch über die Ölpreise. Dabei äußert er seine Erwartung, dass diese sinken würden. "Die Preise sinken sehr stark. Der Ölpreis wird sinken", sagt er. Obwohl die hohen Ölpreise die Weltwirtschaft erschüttert haben, sagt Trump, dass sich der Markt gut halte. "Ich dachte, wir würden ein wenig davon betroffen sein, aber wahrscheinlich sind wir weniger betroffen, als ich gedacht hatte", so Trump.
Die Internationale Energieagentur hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass 32 Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Ölreserven freigeben würden. Die Märkte reagierten darauf aber nur kurz mit einem Preisrückgang. Die Wirkung der Ankündigung verpuffte sehr schnell.
US-Innenminister Doug Burgum rechnet derweil mit einer baldigen Ausweitung der Ölförderung durch US-Konzerne. Er gehe davon aus, dass die Unternehmen als Reaktion auf die Preissignale und den aktuellen Bedarf ihre Produktion steigern würden, sagt er dem Sender CNBC.
+++ 20:50 Irans Präsident fordert für Kriegsende Reparationen und Sicherheitsgarantien +++
Der iranische Präsident Massud Peseschkian fordert die Aufnahme von Reparationen und Sicherheitsgarantien in jedes Abkommen zur Beendigung des Krieges. "Im Gespräch mit den Staatschefs Russlands und Pakistans habe ich das Engagement des Iran für den Frieden in der Region bekräftigt", schreibt der Präsident auf X. Der einzige Weg zum Kriegsende sei "die Anerkennung der legitimen Rechte des Iran, die Zahlung von Reparationen und feste internationale Garantien gegen künftige Aggressionen". US-Präsident Trump hatte zuvor eine bedingungslose Kapitulation des Landes gefordert.
+++ 20:42 USA haben laut Trump 28 iranische Minenleger angegriffen +++
Laut Präsident Trump haben die USA mehr als zwei Dutzend iranische Minenleger angegriffen. "Wir haben bis jetzt 28 Minenschiffe getroffen", sagt Trump zu Reportern bei einer Reise in den US-Bundesstaat Ohio. Zuvor hatte das US-Militär die Zahl der zerstörten Minenleger mit 16 angegeben.
Trump hatte die Führung in Teheran am Dienstag davor gewarnt, die für die weltweite Schifffahrt bedeutsame Straße von Hormus zu verminen. Er drohte mit massiven militärischen Konsequenzen. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten wiederum, bis zum Ende des Iran-Krieges keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels zu erlauben.
+++ 20:31 Insider: Hisbollah und Iran greifen Israel erstmals gemeinsam an +++
Die radikal-islamische Hisbollah im Libanon und der Iran verüben nach Angaben aus israelischen Militärkreisen einen gemeinsamen Raketenangriff auf den Norden Israels. Dies sei der erste koordinierte Schlag seit Kriegsbeginn, sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person laut der Nachrichtenagentur Reuters. Stellungnahmen der Hisbollah und der Regierung in Teheran liegen bisher nicht vor.
+++ 20:15 Drohne trifft Treibstofflager - gewaltige Explosion im Oman +++
Im Süden des Oman steht eine Treibstoffanlage in Flammen, dichter Rauch steigt über dem Gelände auf. Ein Video zeigt, wie eine iranische Drohne direkt einschlägt. Oman gilt bislang als neutraler Vermittler im Konflikt mit dem Iran.
+++ 19:55 G7 wollen Tanker und Frachter in der Straße von Hormus mit Kriegsschiffen begleiten +++
Die G7-Staaten wollen die Straße von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen. Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs. Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien.
+++ 19:48 Rumänien erlaubt USA Nutzung von Luftwaffenstützpunkten +++
Angesichts des Iran-Krieges erlaubt das Nato-Mitgliedsland Rumänien den US-Streitkräften die Nutzung seiner Luftwaffenstützpunkte. Das Parlament billigt den Schritt nach einer vorherigen Überprüfung durch den Obersten Rat für Nationale Verteidigung. Präsident Nicusor Dan spricht von einer "vorübergehenden Stationierung von amerikanischer Militärausrüstung und Streitkräften in Rumänien". Dan erklärt, die Entscheidung werde das Auftanken von Flugzeugen und den Einsatz von Geräten zur Überwachung und Satellitenkommunikation ermöglichen. Der rumänische Staatschef hebt hervor, dass es sich "um defensive Ausrüstung" handele, die "nicht an sich mit Waffen ausgestattet" sei.
+++ 19:35 Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen +++
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden. Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärt laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten hatte zuvor Zivilisten aufgefordert, Häfen mit iranischen Kriegsschiffen zu meiden.
+++ 19:19 US-Sender: FBI warnt vor iranischen Drohnenangriffen auf US-Westküste +++
Das FBI warnt laut einem Bericht des Senders ABC News Polizeidienststellen in Kalifornien davor, dass die US-Westküste Ziel von Vergeltungsangriffen des Iran mit Drohnen werden könnte. Der Sender beruft sich auf eine Warnung, die er überprüft habe.
+++ 19:07 Zypern startet App für Suche nach Schutzbunkern +++
Einwohner und Touristen können sich in Zypern bei möglichen Drohnenangriffen künftig auch per App über Schutzbunker in der Nähe informieren. Das Land hat die App "SafeCY" nach einem Drohnenangriff auf einen Stützpunkt nahe der Hafenstadt Limassol eingeführt. Sie kann ab sofort auf Handys heruntergeladen werden. Das bisherige Warnsystem per SMS bleibt bestehen. Die App ergänzt es, indem sie die aktuelle Position der Nutzer berücksichtigt und den nächstgelegenen Schutzort anzeigt, wie das Innenministerium mitteilte.
+++ 18:55 Ukrainische Drohnenexperten nehmen Arbeit im Nahen Osten auf +++
Angesichts anhaltender Drohnen- und Raketenangriffe des Iran auf benachbarte Golfstaaten haben in die Region entsandte ukrainische Drohnenabwehr-Experten laut Kiew ihre Arbeit in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen. "Drei unserer Teams sind bereits vor Ort - starke Teams aus Experten, Militärangehörigen, Ingenieuren und verschiedenen anderen Fachleuten", sagte der ukrainische Präsident Selenskyj.
+++ 18:41 Trump: Unternehmen sollten Straße von Hormus befahren +++
US-Präsident Donald Trump spricht sich für eine Nutzung der Straße von Hormus durch Ölkonzerne aus. Auf die Frage, ob die Unternehmen die Meerenge befahren sollten, antwortet er: "Ich denke, das sollten sie." Er glaube nicht, dass der Iran die Meeresenge vermint habe, sagt Trump weiter. Insidern zufolge hat der Iran in der strategisch wichtigen Wasserstraße Minen ausgelegt. Die Exporte durch die Meerenge sind infolge des Krieges praktisch zum Erliegen gekommen.
+++ 18:30 Ölpreise steigen - Freigabe von IEA-Ölreserven verpufft +++
Die Angst vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus treibt die Ölpreise wieder ein Stück weit nach oben. Die Freigabe einer Rekordmenge strategischer Ölreserven von führenden Industriestaaten drückt die Preise nicht nachhaltig, auch weil der Schritt bereits antizipiert worden war. Die Preise stiegen nach der Entscheidung bis zum späten Nachmittag sogar noch.
+++ 18:11 Wadephul ermöglicht gestrandeten Touristen die Heimreise +++
Außenminister Johann Wadephul ist derzeit in Nahost unterwegs. Bei seinem Krisenbesuch in Katar ermöglicht er auch deutschen Touristen eine Heimreise. Das kündigt der CDU-Politiker bei seinem Besuch in Doha an, der Hauptstadt der Emirate. Unter den deutschen Staatsangehörigen, die in der Militärmaschine der Bundeswehr vom Typ A400M mit Wadephul nach Riad reisen, sind drei Familien mit Kindern. Sie waren wegen des Iran-Kriegs in der Region gestrandet. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, insgesamt werde eine niedrige zweistellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen mit der Delegation des Außenministers in die saudische Hauptstadt fliegen. Von Riad aus soll die Gruppe mit einem von der Bundesregierung organisierten Sonderflug weiter nach Deutschland fliegen.
+++ 17:48 Deutschland gibt mehr humanitäre Hilfe für Nahen und Mittleren Osten +++
Deutschland stockt seine humanitäre Hilfe für den Nahen und Mittleren Osten auch vor dem Hintergrund des Iran-Krieges weiter auf. Außenminister Johann Wadephul teilt bei einem Besuch im Golf-Emirat Katar mit, das Auswärtige Amt stelle weitere Mittel in Höhe von 93 Millionen Euro zur Verfügung. Damit hat das deutsche Außenministerium in den vergangenen Monaten humanitäre Hilfe in Höhe von bis zu 188 Millionen Euro für die Menschen in der Region bereitgestellt.
Mit dem Geld sollen das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das Welternährungsprogramm WFP, das Kinderhilfswerk Unicef, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sowie weitere Nichtregierungsorganisationen unterstützt werden. Sie sollen ihre Aktivitäten in Ländern der Region wie Libanon, Jordanien, Syrien und den Palästinensischen Gebieten aufrechterhalten und flexibel darauf reagieren können, wenn neuer Bedarf entsteht.
+++ 17:36 Bericht: Iran hat ein Dutzend Minen in Straße von Hormus verlegt +++
Der Iran hat laut zwei mit der Angelegenheit vertrauten Quellen etwa ein Dutzend Minen in der Straße von Hormus verlegt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im Fall einer Wiedereröffnung des Seewegs würden die Minen den Transport von Öl und Flüssigerdgas erheblich erschweren. Eine Quelle teilt demnach mit, dass die Standorte der meisten Minen bekannt seien, lehnt es jedoch ab, Angaben dazu zu machen, wie die USA damit umgehen wollen. Am Nachmittag hatte der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt, es gebe "keine Bestätigung" dafür, dass der Iran Minen in der Meerenge verlegt habe.
+++ 17:24 Iran-nahe Gruppe bekennt sich zu Cyberangriff auf US-Konzern +++
Eine dem Iran nahe Hackergruppe beansprucht einen Cyberangriff auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker für sich. Die Gruppe Handala sprach bei X von einem Vergeltungsschlag für den "brutalen Angriff" auf eine iranische Grundschule mit womöglich mehr als 150 Toten vom 28. Februar. Den Hackern zufolge wurden bei der Cyberattacke mehr als 200.000 Systeme lahmgelegt.
+++ 17:11 Russland zieht 150 Menschen vom AKW Buschehr ab +++
Russland zieht weitere 150 Menschen aus dem Kernkraftwerk Buschehr im Iran ab. Das sagt der Leiter des staatlichen Atomkonzerns Rosatom. Laut Direktor Aleksei Likhachew befinden sich noch etwa 450 Menschen an dem Standort, dem einzigen in Betrieb befindlichen zivilen Atomkraftwerk im Iran. Russland baut dort zwei neue Reaktoren. Russland hatte die Bauarbeiten zur Erweiterung des Kraftwerks eingestellt, als die US-israelischen Angriffe begannen. Zuvor waren bereits 94 Familienangehörige in Sicherheit gebracht worden.
+++ 16:54 Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition +++
Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigt Israels Militär auf Anfrage. Streumunition überzieht große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt. Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.
+++ 16:39 Aufnahmen zeigen Verwüstung in Teheran +++
Seit mehr als einer Woche tobt der Iran-Krieg. Die USA und Israel sprechen von Angriffen auf militärische Ziele, aber auch die Zivilbevölkerung ist betroffen. Laut der in den USA ansässigen Organisation "Human Rights Activists News Agency" wurden bislang mehr als 1.200 Zivilisten im Iran getötet.
+++ 16:28 USA: Zivilisten sollen Häfen mit iranischen Kriegsschiffen meiden +++
Das US-Militär ruft die Zivilbevölkerung im Iran auf, Häfen zu meiden, sofern dort die iranische Marine im Einsatz ist. Hafenarbeiter, Verwaltungsangestellte und Besatzungen von Handelsschiffen sollten sich nicht in der Nähe von iranischen Kriegsschiffen und Militärausrüstung aufhalten, teilt das US Central Command mit. Die US-Streitkräfte könnten nicht für die Sicherheit der Zivilisten garantieren. Die USA greifen immer wieder iranische Kriegsschiffe an und haben nach eigenen Angaben 60 von ihnen versenkt oder zerstört.
+++ 16:16 Bericht: US-Militär nutzte veraltete Daten bei Angriff auf Mädchenschule +++
Noch gibt es kein endgültiges Ergebnis für die Untersuchung des tödlichen Angriffs auf eine iranische Mädchenschule mit mindestens 175 Toten. Laut einem vorläufigen Bericht sind jedoch die USA für den Angriff mit einem Marschflugkörper vom Typ Tomahawk am 28. Februar verantwortlich, wie die "New York Times" unter Berufung auf US-Beamte und andere mit den vorläufigen Ergebnissen vertraute Personen meldet.
Der Angriff war demnach das Ergebnis eines Zielfehlers, während eine benachbarte iranische Militärbasis angegriffen wurde, zu der das Schulgebäude früher gehörte. Laut dem Bericht erstellten Offiziere des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff anhand veralteter Daten, die von der Defense Intelligence Agency bereitgestellt wurden. Unklar ist demnach noch, warum die veralteten Informationen nicht doppelt überprüft wurden.
+++ 15:55 Kurden-Anführer: Hunderte Kämpfer bereits im Iran +++
In den Bergen an der iranischen Grenze trainieren kurdische Milizen für den Kampf gegen das Regime in Teheran. Ein Anführer der PJAK behauptet: Kämpfer seien bereits im Iran und warteten auf den richtigen Moment. Rosa ist 20 Jahre alt und will sich ebenfalls beteiligen. In einer Tunnelbasis spricht sie über ihre Motivation.
+++ 15:47 Auch USA könnten Teile der Ölreserve freigeben +++
Auch die USA erwägen augrund des Iran-Kriegs ein Anzapfen ihrer strategischen Ölreserven. US-Innenminister Doug Burgum sagt dem Sender Fox News, es sei der "perfekte Zeitpunkt, um über eine Teil-Freigabe nachzudenken, um etwas Druck von den Weltmarktpreisen zu nehmen". Weiter sagt Burgum: "Für solche Momente sind diese Reserven da." Es gehe im Iran-Krieg nicht um einen Energiemangel, sondern um ein "vorübergehendes Transportproblem".
+++ 15:36 Iran: Schiffe brauchen Genehmigung, um Straße von Hormus zu passieren +++
Der Iran will Schiffe nur dann die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus passieren lassen, wenn sie dafür die Genehmigung Teherans erhalten haben. Jedes Schiff müsse vor dem Passieren der Meerenge "die Genehmigung des Iran einholen", erklärt der Marinekommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Aliresa Tangsiri, bei X.
Die Revolutionsgarden teilen zudem mit, dass sie zwei Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen hätten. Beide Schiffe hätten zuvor "die Warnungen der Marine der Revolutionsgarden ignoriert", zitiert die iranische Nachrichtenagentur Isna eine Erklärung der Garden.
+++ 15:25 Trump: "Praktisch nichts mehr übrig", was angegriffen werden könnte +++
US-Präsident Donald Trump zufolge ist im Iran "praktisch nichts mehr übrig", das angegriffen werden könne. Der Krieg werde bald enden, sagt Trump dem Online-Nachrichtenportal Axios. "Wann immer ich will, dass er endet, wird er enden."
+++ 15:09 IEA will wegen Iran-Kriegs Rekordmenge Ölreserven freigeben +++
Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer in Paris veröffentlichten Mitteilung heißt.
+++ 14:59 USA: Seit Kriegsbeginn 5500 Ziele angegriffen, 60 iranische Schiffe getroffen +++
Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn, dem 28. Februar, nach eigenen Angaben mehr als 5500 Ziele angegriffen. "Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran", sagt der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video. Er verweist darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden.
+++ 14:45 Umfrage: Mehrheit der US-Amerikaner lehnt den Krieg ab - viele unschlüssig +++
Die Menschen in den USA sehen das Vorgehen von Präsident Trump überwiegend kritisch, wie Umfragen zeigen. Oft verlaufen Zustimmung und Ablehnung streng entlang der Parteilinien. So unterstützen laut einer neuen Ipsos-Umfrage für die Nachrichtenagentur Reuters zwei Drittel der Republikaner aber nur fünf Prozent der Demokraten den US-Militäreinsatz im Iran. Unter allen Befragten lehnen 43 Prozent den Krieg ab, nur 29 Prozent befürworten ihn. Ein fast ebenso großer Teil der Befragten (28 Prozent) zeigt sich unschlüssig.
+++ 14:33 Bericht: Shell stoppt LNG-Lieferungen aus Katar +++
Der weltgrößte Flüssiggas-Händler Shell kann Insidern zufolge seine Kunden weltweit vorerst nicht mehr mit LNG aus Katar beliefern. Der Konzern habe für die entsprechenden Ladungen den Fall der höheren Gewalt ("Force Majeure") ausgerufen, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Shell reagiere damit auf den Produktionsstopp beim staatlichen Energiekonzern QatarEnergy. Shell lehnte eine Stellungnahme ab. Die Ausfälle dürften ab April zu spüren sein.
+++ 14:25 EU verhängt neue Sanktionen gegen Iran +++
Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärt, die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.
+++ 14:14 Royal Air Force flog bereits 230 Einsatzstunden im Nahen Osten +++
Die britische Luftwaffe Royal Air Force hat seit Beginn des Iran-Kriegs mehr als 230 Stunden an Einsätzen in der Region geflogen. Das sagt der britische Premierminister Keir Starmer bei der wöchentlichen Fragestunde im Parlament in London. Zum Schutz von britischen Staatsbürgern und Verbündeten seien bei den defensiven Einsätzen etliche Drohnen abgeschossen worden, so Starmer.
+++ 13:55 Israel glaubt nicht, dass Trump Krieg bald für beendet erklärt +++
Israelische Regierungsvertreter räumen in internen Gesprächen ein, dass der Krieg gegen den Iran nicht zwangsläufig zum Zusammenbruch der dortigen Regierung führt. Es gebe inmitten der Bombardierungen keine Anzeichen für einen Aufstand der iranischen Bevölkerung, sagt ein hochrangiger israelischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Trotz Äußerungen von US-Präsident Trump, der Krieg könne bald enden, gehe man zudem in Israel nicht davon aus, dass die USA den Konflikt in naher Zukunft beenden werden, sagen zwei israelische Regierungsvertreter. Trump hatte den Krieg am Montag als "so gut wie abgeschlossen" bezeichnet. Das US-Präsidialamt erklärte jedoch am Dienstag, der Konflikt werde erst dann enden, wenn Trump die Ziele als erreicht ansehe und der Iran bedingungslos kapituliert habe.
+++ 13:50 Spanien beruft Botschafterin aus Israel ab +++
Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen. Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Außenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte. Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.
+++ 13:44 Ex-CIA-Analyst McCloskey: "Trump handelt wie ein Raubtier" +++
David McCloskey, Bestsellerautor und ehemaliger CIA-Analyst, ist überzeugt, dass Trumps Entscheidung, den Iran anzugreifen, auf einer Fehleinschätzung beruht. Den Befehl zum Angriff habe der Präsident gegeben, "weil er dachte, dass die Iraner schwach seien", so McCloskey im Interview mit dem "Stern". "Er hat geglaubt, er könne der Präsident werden, der das Problem löst, das seit Jimmy Carter jeden seiner Vorgänger belastet hat. Trump geht nicht strategisch vor. Er handelt wie ein Raubtier. Wenn er Schwäche wittert, schlägt er zu."
+++ 13:37 Israel: Angriffe haben keine zeitliche Begrenzung +++
Israel zufolge werden die gemeinsam mit den USA durchgeführten Angriffe auf den Iran "ohne zeitliche Begrenzung fortgesetzt". Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagt, die Angriffe würden weiterlaufen, "bis wir alle Ziele erreicht und den Feldzug erfolgreich abgeschlossen haben". US-Präsident Trump und Ministerpräsident Netanjahu würden "täglich miteinander sprechen und sich abstimmen und von dort aus die Strategie festlegen, die von den israelischen Streitkräften und dem US-Zentralkommando gemeinsam mit dem US-Militär umgesetzt wird".
+++ 13:25 Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Straße von Hormus fließen +++
Irans Militärführung bezeichnet jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der Straße von Hormus als legitimes Ziel. Man werde "niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl" zugunsten der USA, Israels und ihrer Partner durch die Straße von Hormus transportiert wird, sagt ein Militärsprecher. "Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt", droht der Sprecher. "Und sie werden wieder und wieder brennen."
+++ 13:17 Italien schickt Fregatte nach Zypern +++
Italien schickt eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern. Die "Federico Martinengo" sei einsatzbereit, teilt das Verteidigungsministerium in Rom mit. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger "Charles De Gaulle" geleitet wird. Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen.
+++ 13:05 Wadephul reist von Saudi-Arabien nach Abu Dhabi +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul sichert Saudi-Arabien während seiner Nahost-Reise Deutschlands Solidarität zu. "Wir stehen solidarisch an der Seite Saudi-Arabiens, das in diese Eskalation hineingezogen wird, obwohl es nicht an dem Konflikt beteiligt ist", schreibt Wadephul auf X. Von Saudi-Arabien fliegt der Außenminister weiter nach Abu Dhabi. Zuvor hatte Wadephul Israel und Zypern besucht.
+++ 12:49 Kundgebung für getötete Kommandeure in Teheran - parallel laufen Luftangriffe +++
In der iranischen Hauptstadt Teheran kommen Regierungsanhänger zu einer großen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammen. Während sich auf dem zentralen Revolutionsplatz Menschenmassen versammeln, donnern israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und fliegen Luftangriffe.
+++ 12:14 Iran greift Kurden im Irak mit Drohnen an +++
Bei einem Drohnenangriff in der irakischen Kurdenregion ist ein Mitglied der iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe Komalah getötet worden. Das meldet der Sender Al-Arabija. Ein hochrangiger Vertreter der Gruppe macht den Iran für den Angriff verantwortlich. Die Komala-Partei des Iranischen Kurdistan ist eine von mehreren im Irak ansässigen iranisch-kurdischen Gruppen. Mindestens acht Drohnen hätten Stellungen der Partei angegriffen und einen Kämpfer getötet.
+++ 11:55 Erdoğan: Krieg muss enden, bevor Region "ins Feuer geworfen" wird +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dringt auf ein Ende des Krieges. Er müsse gestoppt werden, bevor die gesamte Region "ins Feuer geworfen" werde, sagt er vor dem Parlament. Ein Ende des Krieges sei möglich, wenn der Diplomatie eine Chance gegeben werde. Die Türkei sei mit allen Seiten im Gespräch, um dies zu erreichen.
+++ 11:50 Preiserhöhungen an der Tanke künftig nur noch einmal täglich +++
Die Bundesregierung will Sprit-Preiserhöhungen nur noch einmal pro Tag erlauben. Die Umsetzung einer solchen Regelung nach österreichischem Vorbild solle Wirtschaftsministerin Katherina Reiche noch final prüfen und umsetzen, sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung zeichnete sich am Morgen bereits ab:
+++ 11:48 Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei +++
Deutschland gibt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Zuvor war bekannt geworden, dass die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von bis zu 400 Millionen Barrel Erdöl und Öl-Produkten aus nationalen Sicherheitsreserven vorbereitet. Dies wäre die größte Freigabe von Öl-Reserven in der Geschichte der IEA. Die G7-Energieminister hatten die Nutzung von Reserven ebenfalls befürwortet.
+++ 11:43 Bereits Hunderte Menschen im Libanon getötet +++
Im Libanon sind seit Beginn des Kriegs am 2. März nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 570 Menschen durch israelische Luftangriffe getötet worden, berichtet der Sender Al-Arabija. Unter den Toten seien 439 Männer, 45 Frauen und 86 Kinder.
+++ 11:23 Demokraten verlangen von Hegseth Auskunft über Angriff auf Schule +++
In den USA gerät Verteidigungsminister Pete Hegseth wegen des Angriffs auf eine Schule im Iran unter Druck. In einem Brief an Hegseth fordern Senatoren der Demokraten, offenzulegen, ob die USA für den tödlichen Angriff verantwortlich sind. Dabei waren am 28. Februar mindestens 175 Menschen ums Leben gekommen, die meisten davon Kinder. Die US-Regierung bestreitet, für den Angriff verantwortlich zu sein.
Hegseth hatte gesagt, die USA würden "natürlich niemals zivile Ziele" angreifen. Unabhängig von dem Angriff auf die Schule sagte er zudem, in diesem Krieg gebe es "keine dummen Einsatzregeln", das US-Militär werde den ganzen Tag lang "Tod und Zerstörung vom Himmel regnen lassen".
+++ 11:12 Schwere Explosionen im Süden von Beirut +++
Israel greift erneut die südlichen Vororte von Beirut an. Fotos von Nachrichtenagenturen zeigen dichten schwarzen Rauch über dem getroffenen Gebiet. Die israelische Armee hatte zuvor die Einwohner aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Nach israelischen Angaben ist der ins Visier genommene Stadtteil eine Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.
Die unteren Bilder zeigen, wie Bomben über dem Stadtteil Dahija abgeworfen werden und anschließend Rauch aufsteigt.
+++ 10:53 Mehrere Kulturdenkmäler in historischer Stadt Isfahan durch Angriffe beschädigt +++
In Isfahan haben israelische Luftangriffe am Montag mehrere der wertvollsten Kulturgüter des Iran beschädigt, wie das iranische Ministerium für Kultur und Kulturerbe erklärt. Der Ali-Qapu-Palast und der Tschehel-Sotun-Palast mit Garten aus der Zeit der Safawiden - einer persischen Herrscherdynastie, die bis 1722 regierte. Die Druckwellen beschädigten zudem die Fliesen der berühmten Freitagsmoschee von Isfahan.
+++ 10:47 Iran kündigt Angriffe gegen Wirtschaftsziele an +++
Die iranische Armee kündigt Angriffe gegen wirtschaftliche Ziele der USA und Israels in der Region an, nachdem Berichten zufolge eine Bank in Teheran bei US-israelischen Angriffen getroffen worden war. "Der Feind hat uns freie Hand gelassen, Wirtschaftszentren und Banken anzugreifen", die den USA und Israel gehörten, heißt es in einer Erklärung des zentralen Einsatzkommandos der Armee. Das Einsatzkommando, das den iranischen Revolutionsgarden angehört, rief die Menschen in der Region auf, einen Abstand von mindestens einem Kilometer zu Banken zu halten.
+++ 10:08 Mindestens 21 Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon +++
Laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur und des libanesischen Gesundheitsministeriums sind bei israelischen Luftangriffen im Libanon mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden vier Menschen in Beirut getötet; im Osten des Libanon starben sieben Menschen. Im Süden des Libanon starben sieben Menschen. Drei Personen starben bei einem Angriff auf ein Auto in Bint Jbeil.
Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, heißt es in einer Mitteilung.
+++ 09:56 Allein heute bereits drei Schiffe nahe Straße von Hormus von Geschossen getroffen +++
Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) meldet einen weiteren Vorfall aus dem Persischen Golf. Nordwestlich von Dubai und damit in der Nähe der Straße von Hormus sei ein Frachtschiff von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Es ist bereits der dritte Vorfall dieser Art am Mittwochmorgen. Auf einem Frachtschiff nördlich von Oman sei ein Feuer ausgebrochen, hatte UKMTO zuvor gemeldet.
+++ 09:42 USA fürchten, dass Israel alleine weitermachen würde +++
Auch das "Wall Street Journal" meldet Differenzen zwischen den USA und Israel mit Blick auf den Zeitpunkt des Kriegsendes. Danach befürchten Vertreter der US-Regierung, dass Israel die Angriffe auf den Iran fortsetzen wolle, auch wenn die USA ein Ende des Kriegs anstreben. Von Präsident Trump gab es zur Frage, wann der Krieg endet, widersprüchliche Aussagen. Ministerpräsident Netanjahu hat dagegen das Ziel eines Regimewechsels in Teheran bekräftigt.
+++ 09:31 Israel plant Basis in Somaliland +++
Israel plant laut einem Bericht den Bau eines Militärstützpunkts in Somaliland, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach prüft Israel die Möglichkeit, in Somaliland am Eingang zum Roten Meer einen strategischen Stützpunkt zu errichten, um von dort die Huthis im Jemen zu bekämpfen. Die Huthis sind eine der letzten voll einsatzfähigen Stellvertretertruppen des Iran. Somaliland hat sich von Somalia abgespalten. Israel ist das einzige UN-Mitglied, dass Somaliland offiziell anerkannt hat.
+++ 09:19 Jäger: Trump war "besoffen vom Einsatz in Venezuela" +++
Die USA haben sich bei ihrem Angriff auf den Iran empfindlich verkalkuliert, sagt der Politologe Thomas Jäger bei ntv. Die "amateurhafte Regierung" von Donald Trump habe auf mehreren Ebenen wichtige Faktoren übersehen. Nun wisse Trump selbst nicht mehr, was er eigentlich erreichen will.
+++ 09:07 Vier Verletzte in Dubai +++
Vier Personen werden am Morgen verletzt, als zwei Drohnen in der Nähe des Flughafens von Dubai abstürzen, teilt die Stadtverwaltung von Dubai mit. Ein indischer Staatsbürger habe mittelschwere Verletzungen erlitten, zwei ghanaische Staatsbürger und ein Staatsbürger aus Bangladesch seien leicht verletzt worden. "Der Flugverkehr läuft normal", erklärt das Medienbüro der Stadt.
+++ 08:55 Auswärtiges Amt zieht Personal aus Erbil ab +++
Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, heißt es am Rande des Besuchs von Außenminister Johann Wadephul in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt. Der Minister war am Dienstagabend zu einem nicht angekündigten Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen. Zuvor hatte Wadephul Israel besucht.
+++ 08:44 Israel warnt Bewohner vor neuen Angriffen auf Beirut +++
Die israelische Armee hat erneut eine Evakuierungsanordnung für die Bewohner im Süden Beiruts erlassen und warnt vor bevorstehenden Militäroperationen in der libanesischen Hauptstadt. "Die IDF wird in den kommenden Stunden in den Gebieten Haret Hreik und Burj al-Barajneh sowie auf dem Gelände südlich der Autobahn Damaskus operieren", sagt ein Militärsprecher. Er fordert die Bewohner dieser Gebiete dringend auf, diese "unverzüglich zu verlassen" und sich in Richtung Osten entlang der Autobahn zu begeben. Die Angriffe würden sich gegen die Terrormiliz Hisbollah richten. Im Libanon wurden durch israelische Angriffe nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760.000 Menschen vertrieben.
+++ 08:35 Trump und Netanjahu offenbar uneinig +++
Laut einem Medienbericht sind Trump und Netanjahu über die Ziele und ein mögliches Ende des Iran-Kriegs uneins. Trump "hat offensichtlich noch keinen Weg gefunden, gesichtswahrend aus diesem Krieg herauszukommen", so ntv-US-Korrespondent Peter Kleim. Derweil sorgen widersprüchliche Signale aus Washington für Verwirrung.
+++ 08:26 Sri Lanka übergibt 84 getötete Iraner an Iran +++
Ein sri-lankisches Gericht ordnet an, dass die Leichen von 84 Seeleuten, die letzte Woche bei einem Angriff auf ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste des Inselstaates getötet wurden, an die iranische Botschaft übergeben werden. Das berichtet der britische "Guardian" unter Berufung auf Medien in Sri Lanka. Die "IRIS Dena" war von einem US-U-Boot angegriffen worden. Sie war auf der Rückreise von einem von Indien organisierten Marine-Manöver.
+++ 08:09 Neuer Führer tritt nicht auf: Modschtaba Chamenei offenbar verletzt +++
Die "New York Times" macht darauf aufmerksam, dass der neue "Oberste Führer" des Iran, Modschtaba Chamenei, noch immer nicht öffentlich aufgetreten ist und auch keine schriftlichen Mitteilungen veröffentlicht hat. Der bisherige Machthaber Ali Chamenei war zu Beginn des Iran-Kriegs getötet worden; sein Sohn Modschtaba Chamenei wurde am Sonntag zum Nachfolger ernannt.
Offenbar fürchte Modschtaba Chamenei, dass jegliche Kommunikation seinen Aufenthaltsort preisgeben und ihn in Gefahr bringen könnte, sagen drei iranische Beamte der "New York Times". Ein weiterer Faktor sei jedoch, dass der 56-Jährige am ersten Tag der amerikanisch-israelischen Angriffe verletzt wurde. Demnach habe Modschtaba Chamenei Verletzungen unter anderem an den Beinen erlitten, sei aber bei Bewusstsein und halte sich an einem streng bewachten Ort mit eingeschränkter Kommunikation auf.
+++ 08:05 Serie von Raketenangriffen auf Israel +++
In Israel ist es am frühen Mittwochmorgen immer wieder zu Raketenalarm gekommen. Berichte über Tote oder Verletzte liegen nicht vor.
+++ 07:41 Mehrere Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon +++
In der Nacht hat die israelische Armee erneut Ziele im Libanon angegriffen. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldet mehrere israelische Angriffe in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut sowie einen weiteren Angriff im Wohnviertel Aischa Bakkar im Zentrum der Stadt. Das libanesische Gesundheitsministerium meldet zudem fünf Tote bei israelischen Angriffen in dem südlibanesischen Dorf Kana. Bei einem Angriff auf Salaja im Südosten sei ein weiterer Mensch getötet worden.
+++ 07:26 Infantino: Trump bekräftigt Einladung an iranische Nationalmannschaft +++
FIFA-Präsident Gianni Infantino stellt dem Iran nach einem Treffen mit US-Präsident Trump trotz des Kriegs die WM-Teilnahme in Aussicht. Trump habe "bekräftigt, dass die iranische Nationalmannschaft natürlich herzlich eingeladen" sei, an der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko teilzunehmen. Auf Instagram schreibt Infantino, in dem Gespräch sei es auch um "die aktuelle Situation im Iran" gegangen. Die WM beginnt am 11. Juni. Der Iran hatte sich im März 2025 als eine der ersten Mannschaften qualifiziert.
+++ 07:07 Saudi-Arabien schießt insgesamt sieben Raketen ab +++
Die saudische Luftabwehr fängt sechs Raketen ab, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan abgefeuert wurden, teilt das Verteidigungsministerium des Landes mit. Zudem sei eine weitere Rakete, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert wurde, sowie mehrere Drohnen abgefangen worden. In der Mitteilung des Ministeriums ist keine Rede davon, woher die Rakten und die Drohnen kamen.
+++ 06:50 Frachtschiff vor emiratischer Küste von "unbekanntem Geschoss" getroffen +++
Ein Frachtschiff ist nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Dem Kapitän zufolge sei das Schiff durch ein "mutmaßliches, aber unbekanntes Geschoss" beschädigt worden, teilt die Behörde mit. Das Ausmaß des Schadens sei noch unbekannt, alle Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit.
+++ 06:44 Israel plant Sonderbudget für Krieg +++
Die israelische Regierung will mit einem Sonderbudget den Luftkrieg gegen den Iran finanzieren, teilen Ministerpräsident Netanjahu und Finanzminister Smotrich mit. "Dies ist keine Ausgabe, es ist eine Investition", so Smotrich. Netanjahu zufolge belegen Zahlen, dass die israelische Wirtschaft trotz der seit mehr als zwei Jahren andauernden Kriege sehr robust sei.
+++ 06:35 Iranische Staatsmedien: Streitkräfte greifen US-Stützpunkt in Kuwait an +++
Die iranischen Streitkräfte greifen iranischen Staatsmedien zufolge einen US-Armeestützpunkt in Kuwait mit Raketen an. Der US-Stützpunkt in Arifdschan südlich von Kuwait-Stadt sei von den iranischen Revolutionsgarden mit zwei Raketen attackiert worden, berichten die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr unter Berufung auf die Revolutionsgarden.
+++ 06:31 US-Armee hält Fahrten durch Straße von Hormus für zu riskant +++
Das US-Militär hält Eskorten von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus derzeit für zu riskant. Die Marine habe nahezu täglich entsprechende Anfragen aus der Schifffahrtsbranche erhalten, diese aber abgelehnt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Die Marine habe dies damit begründet, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei.
+++ 06:26 Iranische Fußballerin ändert ihre Meinung und kehrt in Iran zurück +++
Eine der sieben iranischen Fußballspielerinnen, die in Australien Asyl beantragt hatten, hat ihre Meinung geändert, sagt Australiens Innenminister Tony Burke im Parlament in Canberra. Dies habe die Behörden gezwungen, die anderen sechs Frauen eilig in Sicherheit zu bringen. Die Frau habe Rücksprache mit einigen ihrer Teamkolleginnen gehalten. Diese hätten ihr geraten, die iranische Botschaft zu kontaktieren und sich abholen zu lassen. "Dadurch wusste die iranische Botschaft nun, wo sich alle aufhielten. Ich habe umgehend die Anweisung zur Evakuierung gegeben." Die verbleibenden sechs befänden sich an einem sicheren Ort unter Bewachung der australischen Polizei.
+++ 06:08 Revolutionsgarden verkünden "intensivste Operation" seit Kriegsbeginn +++
Die iranischen Revolutionsgarden haben in der Nacht ihre "intensivste und stärkste Operation" seit Kriegsbeginn gestartet, so der iranische Staatssender IRIB. Es habe nächtliche Raketenangriffe gegen Ziele in Israel und US-Einrichtungen in der Region gegeben. "Wir werden unsere Angriffe mit Entschlossenheit und Kraft fortsetzen, und in diesem Krieg denken wir nur an die vollständige Kapitulation des Feindes", verkünden die Revolutionsgarden. "Der Krieg wird erst enden, wenn der Schatten des Krieges von unserem Land vertrieben ist."
+++ 06:00 Iran: Dutzende Festnahmen wegen Spionagevorwürfen +++
Im Iran kommt es nach Angaben der dortigen Behörden zu zahlreichen Festnahmen wegen angeblicher Spionage. Ein ausländischer Staatsbürger habe für die USA und Israel spioniert und als Mittelsmann für zwei Golfstaaten agiert, behauptet das Geheimdienstministerium laut staatlichen Medien. Zudem seien in den vergangenen Tagen 30 "Spione, inländische Söldner und Agenten" Israels und der USA gefasst worden. Polizeichef Ahmadresa Radan erklärt im staatlichen Fernsehen zudem, es seien bislang etwa 81 Personen in Gewahrsam genommen worden, denen vorgeworfen werde, interne Informationen an "feindliche Medien und Feinde" weitergegeben zu haben.
+++ 05:53 G7 beraten in Videokonferenz über Nahost-Krise +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat für den heutigen Mittwoch eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage im Nahen Osten einberufen. Schwerpunkte der Beratungen seien die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiemärkte sowie Maßnahmen zur Bewältigung der Situation, teilt der Elysée-Palast mit. Die Schalte soll um 15.00 Uhr MEZ beginnen.
+++ 05:36 Irans Polizeichef droht mit Schüssen auf jeden Demonstranten +++
Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik warnt Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten. "Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln", sagt Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. "Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zuvor dazu aufgerufen, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen.
+++ 04:45 Augenzeugen berichten von schwersten Angriffen auf Teheran +++
Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. "Es war die Hölle", sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zudem zwölf Menschen getötet.
+++ 03:49 IEA schlägt größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten aller Zeiten vor +++
Angesichts der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Krieges hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem "Wall Street Journal" zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vorgeschlagen. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung am Dienstagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte. Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder unterbreitet worden, berichtete das "Wall Street Journal". Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.
+++ 02:53 Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische Öldepots +++
Israels Staatspräsident Izchak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran. Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und das die iranische Regierung nutze, um damit auch Terror-Operationen zu finanzieren, sagt Herzog der "Bild"-Zeitung. "Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden." Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft.
+++ 01:34 Parlamentspräsident: Iran will keine Waffenruhe +++
Der Iran will im Krieg gegen Israel und die USA nach den Worten von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keine Waffenruhe. "Wir streben natürlich keine Waffenruhe an", erklärt Ghalibaf auf Englisch im Onlinedienst X: "Wir glauben, dass der Aggressor bestraft und ihm eine Lektion erteilt werden muss, die ihn von weiteren Angriffen auf den Iran abhalten wird."
+++ 00:56 Israel: Neue Angriffswelle auf den Iran +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Teheran begonnen. Sie richte sich gegen "Ziele des iranischen Terrorregimes" in der Hauptstadt des Landes, erklärte das israelische Militär am Dienstagabend im Onlinedienst Telegram. Zuvor waren Explosionen in Teheran zu hören gewesen.
+++ 00:13 Trump meldet Zerstörung von "inaktiven" Minenlegerbooten +++
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump in den vergangenen Stunden zehn "inaktive Boote und/oder Schiffe zum Verlegen von Minen" vollständig zerstört. Er kündigt auf seinem Online-Dienst Truth Social an, zu einem späteren Zeitpunkt Details zu nennen. In einem vorherigen Beitrag schreibt er allerdings, dass die USA "dieselben Technologien und Raketenkapazitäten einsetzen wie gegen Drogenhändler, um alle Boote oder Schiffe, die versuchen, die Straße von Hormus zu verminen, permanent zu eliminieren".
+++ 23:33 Netanjahu ruft Iraner zum Sturz des Mullah-Regimes auf +++
Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X heißt es, Israel werde gemeinsam mit den USA "mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen", die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten. In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, "ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen". "Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht - doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können."
+++ 23:15 Insider: Eskorten durch Hormus laut US-Marine derzeit zu riskant +++
Die US-Marine hat nach Angaben von Insidern fast tägliche Bitten der Schifffahrtsbranche abgelehnt, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Zur Begründung habe die Marine darauf verwiesen, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei, sagen die Insider, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Einschätzung der Marine steht im Widerspruch zu Aussagen von Präsident Donald Trump, wonach die USA im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien, um die Transporte in der wichtigen Wasserstraße wieder aufzunehmen. Nach Angaben von General Dan Caine, dem Vorsitzenden des Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, hat das US-Militär damit begonnen, Optionen für mögliche Schiffseskorten durch die Meerenge zu prüfen, falls ein entsprechender Befehl erteilt werden sollte. Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der Meerenge fast vollständig.
+++ 22:59 Weißes Haus: Bislang kein Tanker durch Straße von Hormus eskortiert +++
Das Weiße Haus hat Angaben aus der US-Regierung über die angebliche Eskortierung eines Öltankers in der Straße von Hormus dementiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellt in Washington klar, die US-Marine habe "bislang keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiert". US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor im Onlinedienst X zunächst von einer "erfolgreichen" Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben. Kurz danach wurde der Beitrag wieder gelöscht.
+++ 22:19 "Mullah-Regime schickt Menschen einschüchternde SMS" +++
Trotz schwerer Schläge ist die Herrschaft der Mullahs noch nicht gebrochen. Für die Menschen im Iran bedeutet das: noch härtere Unterdrückung und noch mehr Angst angesichts des Kriegsgeschehens. ntv-Reporterin Kavita Sharam schildert, was sie von Menschen im Land hört.
+++ 22:02 WHO warnt vor "schwarzem Regen" im Iran +++
Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor "schwarzem Regen" im Iran infolge von Angriffen auf Ölanlagen. Da dieser Atemwegsprobleme verursachen könnte, unterstützt die Weltgesundheitsorganisation die Empfehlung des Iran, zu Hause zu bleiben. Die UN-Gesundheitsbehörde gibt an, diese Woche mehrere Berichte über ölhaltigen Regen erhalten zu haben. Teheran war am Montag nach einem Angriff auf eine Ölraffinerie in schwarzen Rauch gehüllt. "Der schwarze Regen und der damit einhergehende saure Regen stellen in der Tat eine Gefahr für die Bevölkerung dar, vor allem für die Atemwege", sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier auf einer Pressekonferenz in Genf und fügte hinzu, dass der Iran den Menschen geraten habe, in ihren Häusern zu bleiben.
+++ 21:45 Israels Präsident: Könnten "das letzte Kapitel des Krieges" erreichen +++
Der israelische Präsident Jitzchak Herzog legt sich nicht auf einen konkreten Zeitplan für den Krieg gegen den Iran fest. "Die Iraner sind diejenigen, die überall in der Region und in der Welt Chaos und Terror verbreiten. Ich denke also, wenn wir alles nur an einem Tachometer messen, kommen wir nicht weiter. Wir müssen tief durchatmen und zum Endergebnis gelangen", sagt Herzog der "Bild"-Zeitung. Herzog äußert die Erwartung, derzeit "die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens" zu verändern und verweist auf den Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023: "Es ist ein zusammenhängender Krieg. Er begann am 7. Oktober, und meiner Meinung nach erreichen wir vielleicht das letzte Kapitel des Krieges."
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