Politik

"Auch eine Chance" AKK wirbt für Merkel-Macron-Plan

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"Corona ist eine Disruption", sagt AKK.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem Wiederaufbaufonds über 500 Milliarden Euro wollen Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron Europa aus der Corona-Krise führen. "Die richtige Antwort", sagt CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer im Interview mit ntv.de.

In der Debatte über eine gemeinsame Schuldenaufnahme der EU hat sich die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hinter einen entsprechenden Plan von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron gestellt. "Dieser Vorschlag ist aus meiner Sicht in einer historischen Situation, in der der europäische Zusammenhalt auf die Probe gestellt wird, die richtige Antwort", sagte Kramp-Karrenbauer im Interview mit ntv.de. "Ich werde am Montag im CDU-Bundesvorstand empfehlen, dass wir diesen wegweisenden Plan für ein wirtschaftlich vitales Europa unterstützen."

Um die deutsche Wirtschaft gut durch die Krise zu führen, warb Kramp-Karrenbauer dafür, Belastungen durch Bürokratie und Sozialabgaben abzubauen. "Corona ist eine Disruption, ein Bruch mit dem Bestehenden", sagte Kramp-Karrenbauer. "Darin liegt aber auch eine Chance, Deutschland ein Stück weit freier aufzustellen." Und weiter: "Was wir auf jeden Fall nicht brauchen sind zusätzliche Belastungen wie Steuererhöhungen."

Die Bundesverteidigungsministerin warb zudem dafür, dass absehbar notwendige Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt nicht zulasten der Ausrüstung der Bundeswehr gehen. "Den Haushalt im September zusammenzubringen, wird nicht ganz einfach sein", sagte Kramp-Karrenbauer. Die im Kabinettsentwurf festgehaltenen, geplanten Rüstungsprojekte seien auch in Krisenzeiten "ein gutes Stück deutscher und europäischer Industriepolitik".

Kramp-Karrenbauer bekräftigte Deutschlands Solidarität mit befreundeten Pazifikstaaten im Ringen mit China. Australien oder Japan "erleben das chinesische Streben nach Einfluss im pazifischen Raum als zum Teil sehr robust", sagte Kramp-Karrenbauer. "Einseitige Versuche, die internationalen Normen zu verändern, wirken sich immer destabilisierend auf die globale Ordnung aus."

Das ganze Interview erscheint am Sonntag um 8 Uhr hier bei ntv.de.

Quelle: ntv.de, chr