Politik
Bernd Lucke will sich nicht von rechten Wählern abgrenzen.
Bernd Lucke will sich nicht von rechten Wählern abgrenzen.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 15. Mai 2013

Lucke nimmt jeden: AfD hat nichts gegen Rechte

Noch schafft es die Protestpartei AfD nicht über die 5-Prozent-Hürde. Auf der Suche nach weiteren Wählern entdeckt Parteichef Lucke den rechten Rand: Besser AfD als NPD, so sein Motto.

Die euroskeptische Partei Alternative für Deutschland (AfD) wirbt auch um Stimmen vom rechten Rand des Wählerspektrums. "Grundsätzlich ist es gut, wenn jemand uns wählt und nicht die NPD", sagte AfD-Chef Bernd Lucke dem "Handelsblatt". Die AfD könne Protestwähler einbinden.

"Ohne uns gäbe es die Gefahr, dass enttäuschte Wähler, die eigentlich gar nicht rechts sind, aus Protest extremistische Parteien wählen", sagte Lucke. Ehemalige Mitglieder von NPD oder DVU lehne die AfD jedoch als Parteimitglieder in ihren eigenen Reihen ab.

Die neue Partei liegt im aktuellen "Stern-RTL-Wahltrend" bei nur 2 Prozent. Ein SPD-Papier hatte sie vor kurzem noch als "sehr ernst zu nehmen" bezeichnet.

FDP-Generalsekretär Patrick Döring erklärte in Berlin, die Partei zeige mit solchen Äußerungen ihr wahres Gesicht. "Nazis und Verfassungsfeinde sind Freunde der AfD." Lucke schrecke nicht davor zurück, um nationalistische Kräfte zu werben. Die von der AfD verfolgte Isolation Deutschlands wäre "politisch das Ende Europas in Frieden und Freiheit", meinte Döring.

Quelle: n-tv.de