Politik

"Darüber muss diskutiert werden" AfD wehrt sich gegen Moschee-Neubau

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Die Thüringer AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Möller und Corinna Herold finden einen Moschee-Neubau nicht so gut.

(Foto: dpa)

Eine muslimische Gemeinde möchte in Thüringen eine Moschee bauen. Weit sind die Pläne noch nicht: Die Mitglieder haben bislang nur eine Bauvoranfrage gestellt. Aber die AfD geht jetzt schon auf die Barrikaden.

Die AfD will sich an die Spitze von Protesten gegen einen Moschee-Neubau in Thüringen setzen. Zur Ausübung des muslimischen Glaubens gehöre nicht zwangsläufig eine Moschee mit Kuppel und Minarett, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Stefan Möller. "Darüber muss diskutiert werden."

Das Bauvorhaben will die rechtspopulistische Partei an diesen Mittwoch im Landtag wie auch bei einer Demonstration in der Landeshauptstadt zum Thema machen. Dazu wird erstmals auch ein Vertreter der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung erwartet.

Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde will am Stadtrand von Erfurt eine Moschee bauen. Es wäre der erste Moschee-Neubau in dem Bundesland. Wann und ob der Grundstein überhaupt gelegt wird, ist offen. Bislang hat die Gemeinde lediglich eine Bauvoranfrage gestellt. Die AfD plant nach den Worten Möllers ein Treffen mit den Anwohnern. Angestrebt sei eine Zusammenarbeit, allerdings nur mit bürgerlichen Initiativen, betonte er.

Die AfD hatte den Satz "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" bei ihrem Parteitag vor gut zwei Wochen in ihr Parteiprogramm aufgenommen. AfD-Landeschef Björn Höcke sagte: "Entweder passt sich der Islam in Europa und Deutschland unseren rechtsstaatlichen Normen, Sitten und Werten an oder er muss verabschiedet werden."

Quelle: ntv.de, kpi/dpa

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