Politik

Druck vom CSU-Koalitionspartner Aiwanger will Skilifte im Februar öffnen

225957588.jpg

Alle Lifte stehen still.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bayerns Ministerpräsident Söder bevorzugt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie rigide Maßnahmen. Der kleine Koalitionspartner trägt das in Bayern nur unter Murren mit. Wirtschaftsminister Aiwanger von den Freien Wählern will bald Hotels und Skilifte öffnen.

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert, die Hotels und Skilifte im Februar wieder zu öffnen. Gemeinsam sollten die Wirtschaftsminister "auch auf Bundesebene diese Öffnungsschritte einfordern" und nicht "wieder wie Kaninchen vor der Schlange warten, was von Frau Merkel und der Ministerpräsidentenkonferenz aus Berlin kommt", sagte Aiwanger in München.

"Bei Hotels seh' ich überhaupt keinen Grund, nicht öffnen zu dürfen", sagte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Bundesvorsitzende der Freien Wähler. Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin sollten "akzeptieren, dass man sich in einem Hotel nicht infiziert". Er sei auch überzeugt, "dass wir die Skilifte zeitnah öffnen können". Die Österreicher zeigten, dass das gehe. Mit FFP-2-Masken an den Liften und Online-Buchungen vorab, um einen Andrang zu verhindern, könnten die Pisten noch im Februar öffnen.

Und auch die Heilbäder sollten mit guten Hygienekonzepten und Corona-Schnelltests am Eingang im Frühjahr wieder Gäste empfangen dürfen, forderte Aiwanger auf einem Tourismus-Forum der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft. Der Ministerpräsident und Parteivorsitzende des Koalitionspartners CSU lässt bislang keine Neigung erkennen, die Skilifte zu öffnen. Markus Söder fährt seit Monaten einen vergleichsweise harten Kurs und lag deshalb wiederholt mit Aiwanger über Kreuz, der sich für die Interessen der Wirtschaft im Land starkmachte.

Schweiz letzte Ski-Bastion der Alpen

In Österreich gilt noch mindestens bis zum 8. Februar ein strenger Lockdown. Die Skilifte bleiben nur für Tagesgäste geöffnet. Geschlossen bleiben im Februar die Gastronomie und Hotels. Ebenso in Italien, wo die Skilifte noch bis mindestens 15. Februar stillstehen. In Frankreich bleiben Skilifte voraussichtlich bis zum Ende der Saison geschlossen, verlautete aus Regierungskreisen. Französische Skigebiete können Touristen empfangen, aber die Lifte sind seit Beginn der Saison nicht in Betrieb.

Unter Auflagen sind die Skipisten in der Schweiz geöffnet. Für deutsche Urlauber ist das aber nur bedingt attraktiv, weil sie bei der Rückkehrer nach Deutschland in Quarantäne müssen. In der Schweiz sind die Infektionszahlen seit Wochen im Vergleich hoch, weshalb das Land sich auch Lockdown-Maßnahmen auferlegt hat.

Quelle: ntv.de, shu/rts

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.