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Nach Anschlag in Mali Alle verletzten Soldaten sind zurück

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Die Maschine der Bundeswehr auf dem Flughafen Stuttgart.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit der Landung der zweiten Maschine der Bundeswehr in der Nacht kehren auch die restlichen verletzten Soldaten nach dem Selbstmordanschlag in Mali zurück. Sie werden ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gefahren. Ihr Zustand sei stabil.

Das zweite Flugzeug mit bei einem Selbstmordattentat im westafrikanischen Mali verletzten Bundeswehrsoldaten ist zurück in Deutschland. Der Airbus A310 landete nach dpa-Informationen in der Nacht zu Sonntag in Stuttgart. Die verwundeten Soldaten sollten anschließend ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht werden. Damit sind nun alle zwölf bei dem Anschlag verletzten deutschen Blauhelmsoldaten zurück in Deutschland.

In Köln war am Nachmittag bereits eine Bundeswehrmaschine mit den drei schwer verletzten deutschen Soldaten und jenen gelandet, die liegend transportiert werden mussten. Sie wurden in das Bundeswehr-Zentralkrankenhaus nach Koblenz gebracht. Der Zustand der zurückgekehrten Soldaten sei stabil, schrieb Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) auf Twitter.

Sprengsatz am Vortag

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitagmorgen um 6.28 Uhr Ortszeit nordöstlich der Stadt Gao eine stehende Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. Es wurden 13 UN-Soldaten verletzt, darunter 12 Deutsche und ein Belgier. Drei der Deutschen wurden drei schwer verletzt. Die Soldaten sicherten nach UN-Angaben den Konvoi eines malischen Bataillons. Vorangegangen sei am Vortag die Explosion eines Sprengsatzes, bei der es aber nur Sachschaden an einem Fahrzeug gegeben habe.

In Mali selbst setzte die Bundeswehr am Samstag die Bergungsarbeiten am Ort des Anschlags fort. Dieser wurde rund 180 Kilometer nordöstlich der Stadt Gao verübt, in deren Nähe die meisten Bundeswehrsoldaten in Mali stationiert sind. Zum Zeitpunkt des Angriffs um 8.28 deutscher Zeit befanden sich die Soldaten noch in einer "Nachtaufstellung", also einer Art schützenden Wagenburg, wie aus einer Information des Einsatzführungskommandos an die Obleute hervorging. "Unter Einsatz ziviler Rettungshubschrauber und eines UN-Hubschraubers wurden die Verwundeten nach Gao in französische, chinesische und deutsche Sanitätseinrichtungen verbracht", hieß es weiter.

Einsatz für den Friedensprozess

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Derzeit sind rund 900 deutsche Soldaten an der UN-Mission Minusma beteiligt. Die Obergrenze liegt bei 1100 Männern und Frauen aus Deutschland. Der Einsatz soll den Friedensprozess in Mali unterstützen. In dem Land sind islamistische Terrorgruppen aktiv. 2013 schlug ein massiver französischer Militäreinsatz ihren Vormarsch auf die Hauptstadt Bamako zurück. Auch organisierte Kriminalität und grenzübergreifender Schmuggel sind ein Problem in der Region, über die Migrationsrouten nach Nordafrika und weiter Richtung Europa laufen.

Zuletzt gab es in Mali zwei Militärputsche. Im Raum stand zuletzt gar die Frage, ob sich Mali nach dem jüngsten Putsch gar in Richtung radikaler Islamismus bewegt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte eine grundsätzliche Neuausrichtung der französischen Militärpräsenz in der Sahelzone an - und ein Ende des französischen Anti-Terror-Einsatzes "Operation Barkhane". Bilaterale militärische Einsätze mit Mali wurden ausgesetzt, um den Druck auf den Krisenstaat und die Putschisten zu erhöhen. Frankreich - das islamistische Terroristen in der Sahelzone aktiv sucht und angreift - hat immer wieder getötete eigene Soldaten zu beklagen.

Quelle: ntv.de, jaz/dpa

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