Politik

"Müssen Signal der Bürger hören" Altmaier fordert neue Köpfe für die Union

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"Es ist nicht schön, wenn man am Ende sieht, dass die eigenen Befürchtungen von der Realität noch übertroffen wurden", sagte Altmaier.

(Foto: dpa)

Das Wahlergebnis ist für die Union noch schlimmer, als Peter Altmaier befürchtet hatte. Wie bereits andere CDU-Politiker verlangt der Wirtschaftsminister nun eine schnelle personelle Neuaufstellung seiner Partei. Sie müsse das Signal der Bürger hören.

Kurz vor der konstituierenden Sitzung der neuen Bundestagsfraktion von CDU und CSU am Nachmittag hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zügig eine personelle Neuaufstellung seiner Partei gefordert. Er hätte sich einen klaren Regierungsauftrag für die Union gewünscht, sagte Altmaier der "Rheinischen Post". "Das ist jetzt schwieriger. Deshalb müssen wir zügig über die inhaltliche und personelle Aufstellung der CDU für die Zukunft sprechen."

Angesprochen auf seine Unterstützung für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat sagte der Minister, er habe seine Position damals sowohl im Bundesvorstand als auch gegenüber Armin Laschet deutlich gemacht, welcher schließlich zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde. "Es ist nicht schön, wenn man am Ende sieht, dass die eigenen Befürchtungen von der Realität noch übertroffen wurden."

Altmaier ergänzte, die Union habe viele Wechselwähler verloren. "Das muss dann auch unser weiteres Verhalten und unsere Aufstellung für die kommende Zeit bestimmen. Wir müssen das Signal der Bürgerinnen und Bürger hören."

Der Landesvorsitzende der sächsischen Jungen Union Marcus Mündlein war deutlicher geworden: "Wir brauchen einen echten Neuanfang. Dieser kann nur erfolgreich sein, wenn unser Bundesvorsitzender und Kanzlerkandidat, Armin Laschet, die Konsequenzen aus diesem Vertrauensverlust zieht und zurücktritt." Auch die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth hatte - auf Twitter - Laschets Rücktritt gefordert, ähnlich äußerte sich CDU-Politiker Christean Wagner. Unions-Fraktionsvize Gitta Connemann hatte bereits am Wahlabend eine Erneuerung verlangt: "Alles muss auf den Prüfstand - Strukturen, Verfahren, Mitgliederbeteiligung. Dazu gehören auch personelle Konsequenzen."

Quelle: ntv.de, chl/AFP

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