Politik

Angriff zurückgeschlagenNigeria tötet Dutzende islamistische Rebellen

18.03.2026, 19:07 Uhr
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Nigerianische Soldaten patrouillieren in Maiduguri. (Foto: AFP)

In Nigeria kann das Militär offenbar einen Angriff auf einen Stützpunkt abwehren. Dabei kommen 80 Angreifer ums Leben. Erst zu Wochenbeginn hatten die Islamisten bei Selbstmordanschlägen zahlreiche Menschen getötet.

Nigerianische Truppen haben nach eigenen Angaben rund 80 islamistische Aufständische getötet. Das Militär habe mit Luftunterstützung einen Angriff der Kämpfer auf einen Militärstützpunkt im nordöstlichen Bundesstaat Borno zurückgeschlagen, teilte die Armee mit. Dabei seien mindestens 80 islamistische Kämpfer getötet worden, darunter hochrangige Kommandeure.

Der Angriff folgte auf mehrere Selbstmordanschläge am Montag in Bornos Hauptstadt Maiduguri. Dabei waren mindestens 23 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt wurden. Ein Marktplatz, das Lehrkrankenhaus der Universität in Maiduguri sowie eine vielbefahrene Überführung in der Stadtmitte seien Ziel der Anschläge gewesen, hatte ein Polizeisprecher gesagt. Kämpfer der Gruppen Boko Haram und Islamic State West Africa Province (ISWAP) haben in den letzten Wochen ihre Angriffe auf Militärstützpunkte in Borno verstärkt.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und ein bedeutender Ölproduzent. Es ist tief gespalten zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem christlich geprägten Süden. Der Bundesstaat Borno im Nordosten gilt als Zentrum des seit 17 Jahren andauernden islamistischen Aufstands in Nigeria. Die Dschihadisten fordern eine extreme Auslegung des Islams in Afrikas bevölkerungsreichstem Land mit rund 220 Millionen Einwohnern, das etwa zur Hälfte von Muslimen und Christen bewohnt wird. Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden seit 2009 mehr als 40.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen vertrieben.

Die Boko Haram kämpft seit 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im Nordosten des Landes. Nigeria steht unter zusätzlichem Druck, seit US-Präsident Trump der Regierung im vergangenen Jahr vorwarf, Christen nicht ausreichend zu schützen. Im Februar hatte die US-Regierung die Entsendung von 200 Soldaten nach Nigeria angekündigt. Diese sollen die nigerianische Armee im Kampf gegen Boko Haram und die mit der Gruppe rivalisierende Dschihadistenmiliz ISWAP unterstützen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/AFP

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