Politik

Munition in Wohnung gefunden Asylantrag von Clanchef Miri abgelehnt

Weil er sich im Libanon verfolgt sieht, kehrt der kriminelle Clanchef Ibrahim Miri trotz mehrjährigen Einreiseverbots nach seiner Abschiebung nach Deutschland zurück. Er stellt einen Asylantrag, den das Bamf nun als "offensichtlich unbegründet" ablehnt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat den Asylantrag des libanesischen Clanchefs Ibrahim Miri abgelehnt. Das bestätigte Bundesinnenminister Horst Seehofer auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Miris Anwalt teilte zuvor in Bremen mit: "Am heutigen Tag wurde der Asylantrag von Ibrahim Miri als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Auch der Antrag auf die Feststellung von Abschiebeverboten wurde abgelehnt. Damit hat das Bundesamt eine neue Abschiebungsandrohung verbunden", sagte der Anwalt Albert Timmer. Der Bescheid sei am Freitag von einem Boten des Bundesamtes in die Kanzlei gebracht worden.

Miris Anwalt hatte Ende Oktober bei der Bremer Außenstelle der Behörde den Antrag gestellt. Miri sieht sich im Libanon verfolgt. Der kriminelle Clanchef war nach eigenen Angaben mithilfe von Schleppern illegal nach Deutschland eingereist. Nur wenige Wochen zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden. Weil er trotz der gegen ihn verhängten mehrjährigen Wiedereinreisesperre nach Deutschland gekommen war, wurde gegen ihn anschließend Abschiebehaft verhängt. Wie es nun im Fall genau weitergeht, ist noch unklar.

Wie der "Spiegel" berichtet, sei am Donnerstag eine Durchsuchung in einer Bremer Wohnung durchgeführt worden, in der auch Miris Mutter leben soll. Die Polizei stellte dem Bericht zufolge scharfe Munition sicher, die Ibrahim Miri zugeordnet werden konnte. Der Clanchef soll sich in der Wohnung aufgehalten haben, bevor er sich den Behörden stellte. Die Hausdurchsuchung wurde demnach durchgeführt, während Miri im Bremer Polizeipräsidium zu seiner illegalen Einreise nach Deutschland aussagte.

Quelle: n-tv.de, mra/AFP

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