Politik

Viel mehr als Rechte und LinkeBKA: 410 islamistische Gefährder in Deutschland

28.07.2026, 00:19 Uhr
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Trauerbekundungen nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin - Mehr als 400 Islamisten in Deutschland traut das Bundeskriminalamt ähnliche Taten zu. (Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland gelten Hunderte Menschen als so gefährlich, dass ihnen Anschläge zugetraut werden - die mit Abstand größte Gruppe davon bilden Islamisten. Die Behörden betonen jedoch, dass die reine Anzahl nur bedingt aussagekräftig ist.

Das Bundeskriminalamt (BKA) betrachtet laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) derzeit 410 Menschen als islamistische Gefährder. Diese seien dem Bereich des islamistischen Terrorismus/Extremismus zuzuordnen. Hinzu kämen 65 Gefährder im Bereich Rechtsextremismus und 17 Gefährder im Bereich Linksextremismus. Die Zahlen spiegeln den Stand 1. Juli 2026 wider. Als Gefährder gelten Menschen, denen größere Gewalttaten wie Anschläge zugetraut werden.

Die Gründe für eine Ein- oder Ausstufung von Gefährdern durch die Polizeien der Bundesländer seien vielfältig und unterlägen jeweils einer Einzelfallbetrachtung, erläuterte das BKA dem RND-Bericht zufolge. Die Anzahl der Gefährder unterliege folglich Schwankungen. Sie gebe als alleiniges Kriterium keinen Aufschluss über die Gefährdungslage.

Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror soll am Rande des CSD in Berlin am Samstagabend Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Eine Frau aus Polen wurde tödlich und weitere 29 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme am Sonntagabend wurde Abdul B. von Einsatzkräften erschossen. Die Tat hat eine Diskussion um einen verschärften Umgang mit extremistischen Gefährdern entfacht.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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