Politik

Nach Fahimis Abgang Barley soll künftig die SPD managen

Er werde dem SPD-Parteitag wieder eine Frau als Nachfolgerin für den Posten der Generalsekretärin vorschlagen, so Parteichef Gabriel am Samstag. Sie solle die SPD in den Wahlkampf 2017 führen. Einen Tag später fällt der neue Name, den niemand auf der Liste hatte.

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Die Juristin Katarina Barley wird der SPD als Kandidatin für den Posten der Generalsekretärin vorgestellt.

(Foto: dpa)

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katarina Barley soll neue Generalsekretärin der Sozialdemokraten werden. Das berichten mehrere Zeitungen. Am Montag wolle die SPD die neue Personalie offiziell verkünden. Die bisherige Parteimanagerin Yasmin Fahimi gibt nach zwei Jahren das Amt zum Jahresende auf und wechselt als Staatssekretärin zu Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte am Samstag in Berlin während eines Treffens der SPD-Spitze angekündigt, er werde dem Parteitag Mitte Dezember wieder eine Frau als Nachfolgerin vorschlagen, die die Partei in den Bundestagswahlkampf 2017 führt. Die 46-jährige promovierte Juristin Barley hat unter anderem als Anwältin, als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesverfassungsgericht und als Richterin gearbeitet. Seit 2010 ist sie SPD-Kreisvorsitzende in Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz) und seit 2013 im Bundestag.

Das Verhältnis zwischen Gabriel und Fahimi galt seit langem als angespannt. Die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann sagte der "Bild am Sonntag": "Sigmar Gabriel ist ein Parteivorsitzender, der es dem Generalsekretär nicht immer leicht macht. Daher gilt umso mehr: Wenn eine starke Frau geht, muss eine starke Frau folgen."

In der Partei waren am Wochenende mehrere mögliche Nachfolgerinnen genannt worden, darunter die Vizechefin der Bundestagsfraktion, Eva Högl, ihre Amtskollegin Carola Reimann oder die rheinland-pfälzische Politikerin Heike Raab. Als mögliche Anwärterin galt auch die SPD-Abgeordnete Michelle Müntefering. Barley gehörte nicht zu den genannten Kandidatinnen

Quelle: ntv.de, ppo/dpa