Warnung von Israels GeheimdienstBericht: Iran soll Attentat auf Trump geplant haben

Nach dem Nato-Gipfel reist Donald Trump überraschend mit einer alten Präsidentenmaschine aus der Türkei ab - statt mit seinem neuen Flugzeug, das ihm Katar geschenkt hatte. Laut US-Medienberichten warnt Israels Geheimdienst zuvor vor einem möglichen Anschlagsplan.
Der israelische Geheimdienst hat laut US-Medienberichten Washington über einen neuen "konkreten" Plan des Irans zur Ermordung von US-Präsident Donald Trump informiert. Die US-Regierung habe zwar schon länger fortlaufende Geheimdiensthinweise auf mögliche Attentatspläne gegen Trump bekommen, berichtete der Fernsehsender CNN. "Doch die Warnung aus Israel war neu und bezog sich auf ein konkretes Komplott."
Die Warnung aus Israel sei in dieser Woche eingegangen, berichtete der US-Nachrichtensender. Der Sender berief sich auf nicht namentlich genannte Quellen, die mit dem Vorgang vertraut seien. Auch das "Wall Street Journal" berichtete von aus Israel an Washington übermittelten Geheimdienstinformationen. Diese hätten ein "neues" Komplott Teherans gegen Trump beschrieben.
Trump war nach dem Nato-Gipfel in Ankara am Mittwoch überraschend mit einem alten Präsidenten-Flugzeug aus der Türkei abgereist - und nicht mit seiner neuen Maschine, die ihm Katar geschenkt hatte. Laut US-Medien waren Sicherheitsbedenken des Personenschutzes von Trump die Ursache für den Flugzeugwechsel.
Trump selbst hatte am Rande des Nato-Gipfels gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er. Die Frage von Journalisten, ob er wegen Drohungen aus Teheran die Maschine für den Abflug aus Ankara wechselte, ließ er unbeantwortet. Die alte Air Force One brachte den US-Präsidenten am Mittwoch bis nach Großbritannien, dort stieg er in die neue Maschine aus Katar um.
Weiter "technische Gespräche" zu Nahost-Konflikt
Trotz der jüngsten Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einem Friedensabkommen. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen "inakzeptablen Ausmaßes" darstelle.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss. US-Präsident Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.