Politik

Bericht der "New York Times" Russische Militärführer sollen Atomwaffen-Einsatz in Ukraine diskutieren

Russischer strategischer Bomber Tupolew Tu-22M3 - bisher sieht die US-Regierung keine Hinweise auf einen bevorstehenden Einsatz russischer Nuklearwaffen in der Ukraine.

Russischer strategischer Bomber Tupolew Tu-22M3 - bisher sieht die US-Regierung keine Hinweise auf einen bevorstehenden Einsatz russischer Nuklearwaffen in der Ukraine.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine droht Russland immer wieder mit dem Einsatz von Atomwaffen. Zuletzt sollen russische Militärs laut einem Bericht den Einsatz einer taktischen Nuklearwaffe erörtert haben. Allerdings sieht die US-Regierung derzeit keine Hinweise auf entsprechende Vorbereitungen.

Hochrangige russische Militärs sollen kürzlich den möglichen Einsatz einer taktischen Nuklearwaffe in der Ukraine erörtert haben, berichtet die "New York Times" unter Verweis auf mehrere hochrangige US-Beamte. Dabei soll es um die Fragen gegangen sein, wann und auf welche Weise so eine Waffe zum Einsatz kommen könnte. Diese Überlegungen sollen zu erhöhter Besorgnis in Washington und den Hauptstädten der Verbündeten geführt haben. Russlands Präsident Wladimir Putin soll nicht an den Gesprächen beteiligt gewesen sein.

Geheimdienstinformationen zu diesen Gesprächen seien Mitte Oktober innerhalb der US-Regierung geteilt worden, hieß es in dem Bericht weiter. Es zeige, wie frustriert russische Generäle über militärische Misserfolge in der Ukraine seien. Russland musste zuletzt sowohl im Nordosten der Ukraine in der Region Charkiw als auch im Süden rund um Cherson militärische Rückschläge hinnehmen. Moskau hat seit der Invasion der Ukraine Ende Februar wiederholt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.

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Die US-Regierung ist nach eigenen Angaben "zunehmend besorgt" über die Möglichkeit eines russischen Atomwaffeneinsatzes im Ukraine-Krieg. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, sagte, die Sorgen seien im Verlauf der Monate gewachsen. "Wir beobachten das, so gut wir können."

Allerdings sehe man derzeit keine Anzeichen dafür, dass Russland Vorbereitungen für den Einsatz von Atomwaffen trifft, so Kirby. Zu dem Bericht der "New York Times" über derartige Diskussionen in Russland wollte er sich nicht äußern. "Wir haben von Anfang an klargestellt, dass Russlands Äußerungen über den möglichen Einsatz von Atomwaffen sehr besorgniserregend sind, und wir nehmen sie ernst", sagte Kirby.

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 02. November 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, kst/AFP

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