Politik

Videogipfel kürzer als erwartet Biden droht Putin mit Sanktionen

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Die beiden Staatschefs hielten den Videogipfel vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen im Ukraine-Konflikt ab.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Im Vorfeld des Gespräches zwischen dem russischen Staatschef Putin und US-Präsident Biden erklärt der Kreml: Angesichts der Vielzahl an Konfliktthemen, könne es ein sehr langes Gespräch werden. Es soll anders kommen - nach zwei Stunden ist Schluss und eine Drohung ausgesprochen.

Im Ukraine-Konflikt hat US-Präsident Joe Biden dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit starken wirtschaftlichen Sanktionen gedroht. Sollte der Konflikt militärisch eskalieren, setze sich Russland "starken wirtschaftlichen und anderen Maßnahmen" aus, sagte Biden nach Angaben des Weißen Hauses in Washington beim zuvor abgehaltenen Videogipfel mit Putin. Biden habe in dem Gespräch gegenüber Putin überdies die "tiefe Besorgnis" der US-Regierung und ihrer Verbündeten über den russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine zum Ausdruck gebracht.

Die beiden Staatschefs hielten ihren Videogipfel, der nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen rund zwei Stunden dauerte, vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen im Ukraine-Konflikt ab. Russland hat an der Grenze zu seinem Nachbarland Zehntausende Soldaten zusammengezogen, was im Westen die Befürchtung schürt, dass die russische Armee in die Ukraine einmarschieren könnte. Moskau weist dies zurück und wirft der Ukraine seinerseits Provokationen vor.

Nach Angaben des Weißen Hauses sprachen Biden und Putin auch über das Thema Cybersicherheit und den Atomstreit mit dem Iran. Im Anschluss an den Videogipfel wollte sich Biden nach US-Angaben mit seinen europäischen Verbündeten austauschen.

Biden werde nach dem Gespräch eine Telefonkonferenz mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, dem italienischen Regierungschef Mario Draghi und dem britischen Premierminister Boris Johnson abhalten, teilte das Weiße Haus mit.

Biden und die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien hatten bereits am Montagabend per Telefonkonferenz über den Ukraine-Konflikt beraten. Nach US-Angaben vereinbarten sie dabei, in "engem Kontakt" zu bleiben, um eine koordinierte Antwort auf Russlands Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine zu vereinbaren.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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