Politik

Ohne Maske auf Motorrad Bolsonaro kassiert weitere Geldbuße

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Regelmäßig ignoriert der brasilianische Präsident die Corona-Schutzmaßnahmen - dieses Mal auf einer gut besuchten Motorradrallye.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Beginn der Corona-Pandemie verharmlost Präsident Bolsonaro das Virus - obwohl Brasilien mit am schlimmsten von ihm betroffen ist. Nun wird er inmitten von Tausenden Menschen bei einer Motorradrallye erwischt - ohne Maske und Abstand. Die Landesregierung eines politischen Gegners bittet ihn zur Kasse.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist erneut wegen Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen aufgefallen. Da er an einer Veranstaltung teilnahm und dabei keine Maske trug, ist er von der Landesregierung eines politischen Widersachers mit einer Geldbuße bestraft worden, wie die Zeitung "Folha de S. Paulo" berichtete.

Auch gegen Eduardo Bolsonaro, Abgeordneter und Sohn des Präsidenten, sowie Infrastrukturminister Tarcísio Gomes, seien Geldstrafen von jeweils 552,71 Reais, umgerechnet 90 Euro, verhängt worden. Demnach trugen die drei bei einer Motorradrallye mit Tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo keine Maske und verstießen damit gegen die Gesundheitsvorschriften des Bundesstaates. Der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, João Doria, ist einer der Konkurrenten von Präsident Jair Bolsonaro und möglicher Gegner bei den Wahlen 2022.

Bei einer Rede im Ibirapuera-Park sprach sich Bolsonaro, der das Coronavirus von Anfang an verharmlost hat, wieder gegen den Gebrauch von Schutzmasken und Maßnahmen der sozialen Isolierung aus. Erst vor drei Wochen hatte Bolsonaro ohne Mund-Nasen-Schutz an einer Motorradrundfahrt durch die Millionenmetropole Rio de Janeiro teilgenommen und eine Rede vor seinen Anhängern gehalten.

Zwei Tage zuvor hatte die Regierung des Bundesstaats Maranhão eine Geldbuße gegen Bolsonaro verhängt, weil der Rechtspopulist in der Ortschaft Açailândia einen Massenauflauf seiner Anhänger provoziert und gegen geltendes Recht keine Maske getragen hatte. Der Gouverneur des Maranhão, Flávio Dino, gehört der Kommunistischen Partei Brasiliens an.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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