Politik

"Gut, wenn er Teamspieler ist" Braun: Merz' Kritik hat CDU geschadet

Eines mögen CDU-Wähler nach Ansicht von Kanzleramtschef Helge Braun gar nicht: "Wenn von der Seitenlinie dauernd Kritik kommt." Der Minister kritisiert das Auftreten von Friedrich Merz vor dem Parteitag. Lob findet er für die Parteivorsitzende.

Die öffentlich ausgetragene Führungsdebatte in der CDU war nach Meinung von Kanzleramtschef Helge Braun schlecht für die Partei. "Auch Friedrich Merz hat ja nach der Thüringen-Wahl sehr öffentliche Kritik geäußert, und das hat der CDU geschadet", sagte Braun im n-tv Frühstart. Es sei immer schädlich und die bürgerlichen CDU-Wähler könnten es überhaupt nicht leiden, "wenn von der Seitenlinie dauernd Kritik kommt über die Medien, über die Öffentlichkeit".

Der Parteitag sei der richtige Ort für so was, sagte Braun. "Da kann jeder seine Meinung sagen, und da wird auch abgestimmt und dann wissen wir: Da steht die CDU."  Er hoffe, dass der Führungsstreit innerhalb der Partei nun beigelegt sei. "Ich habe das Signal von Friedrich Merz so verstanden, dass er im Team mitspielen will", sagte er. Das Angebot habe Annegret Kramp-Karrenbauer nochmal erneuert. "Er ist ein sehr kluger Kopf, er hat eine hohe Reputation in der Wirtschaft, deshalb ist er gut für die CDU. Aber er ist gut, wenn er ein Teamspieler ist."

Die von der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Parteitag in Leipzig offen gestellte Machtfrage begrüßte Braun. "Ich finde es erfrischend, dass Annegret Kramp-Karrenbauer häufig, auch wenn Kritik aus den eigenen Reihen laut wird, das im Präsidium, im Bundesvorstand oder eben auf dem Parteitag auch offen anspricht." Dafür seien solche Gremien und Parteitage da. "Da kann die CDU streiten und hinterher muss sie einig auftreten."

Quelle: ntv.de, fni