Politik
Grund zur Sorge? Nicht wirklich: Trotz leichter Verluster sind die Unionsparteien nach wie vor am beliebtesten.
Grund zur Sorge? Nicht wirklich: Trotz leichter Verluster sind die Unionsparteien nach wie vor am beliebtesten.(Foto: AP)
Samstag, 19. Mai 2018

RTL/n-tv Trendbarometer: CDU und CSU büßen an Beliebtheit ein

Zwar sind die Unionsparteien noch immer am beliebtesten bei den Wählern. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer verlieren sie aber erstmals seit Wochen an Zustimmung. Ein ehemaliger Koalitionspartner hingegen erfährt leichten Aufwind.

Erstmals seit fünf Wochen büßt die Union bei den Wählern wieder an Beliebtheit ein: Ihre Zustimmung sinkt laut jüngsten RTL/n-tv-Trendbarometer um ein Prozentpunkt auf 33 Prozent. Allerdings sind die im Vergleich zur Vorwoche registrierten Veränderungen bei den Parteipräferenzen insgesamt gering. Der Koalitionspartner SPD kann ein Prozentpunkt auf 18 Prozent zulegen, damit bleibt der Verlust von CDU und CSU praktisch "in der Regierung".

Auch ein ehemaliger CDU-Koalitionspartner, die FDP, verbessert sich in der Parteipräferenz der Deutschen: Sie kann von 8 auf 9 Prozent zulegen. Splitterparteien gehören ebenfalls zu den Siegern und gewinnen ein Prozentpunkt hinzu. Grüne und Linke verlieren hingegen etwas an Zustimmung. Die Grünen sinken von 13 auf 12 Prozent, die Linke von 10 auf 9 Prozent Zustimmung. Die AfD bleibt bei der Zustimmung wie in der Vorwoche unverändert bei 13 Prozent.

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Insgesamt bleiben die Konturen der politischen Stimmung in den letzten Wochen eher stabil: Die Union liegt wie bei der Bundestagswahl weit vor der SPD, während die Grünen im Vergleich zur Bundestagswahl besser und die FDP schlechter abschneiden würden.

Der Anteil der Nichtwähler oder Unentschlossenen beträgt 23 Prozent und entspricht damit in etwa dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl im September letzten Jahres (23,8 Prozent).

SPD-Granden bei eigenen Anhängern wenig beliebt

Bei der Kanzlerpräferenz liegt Angela Merkel nach wie vor mit deutlichem Abstand vor Andrea Nahles (49 zu 13 Prozent) und Olaf Scholz (45 zu 20 Prozent). Weder Nahles noch Scholz haben es bisher vermocht, sich als attraktive Alternative zu Merkel zu positionieren – auch nicht bei den eigenen Anhängern, von denen sich bei Scholz nur die Hälfte und bei Nahles nur ein Drittel für den Kandidaten der "eigenen" Partei entscheiden würden.

Weiterhin trauen nur 8 Prozent aller Bundesbürger der SPD zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werden zu können. Der Union trauen dies mehr als dreimal so viel (27 Prozent) zu. Einer anderen Partei trauen 13,52 Prozent keiner Partei politische Kompetenz zu.

Während zwei Drittel der Anhänger der Union CDU oder CSU politische Kompetenz zutrauen, glaubt nur ein Drittel der SPD-Anhänger, dass die SPD in der Lage wäre, die anstehenden Probleme im Land auch lösen zu können.

Quelle: n-tv.de