Politik

RTL/ntv Trendbarometer Deutsche wollen Söder als Kanzler

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Wer folgt auf Angela Merkel im Kanzleramt? In der Forsa-Umfrage liegt Markus Söder vorn.

(Foto: dpa)

Merkel und Spahn stehen unter Beschuss, doch der Union fügt das Impfchaos keinen Schaden zu. In der Wählergunst liegt sie unverändert weit vorn, während ihre lautesten Kritiker - FDP und AfD - je einen Punkt einbüßen.

Trotz der teils heftigen Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn wegen der Corona-Impfkampagne bleibt die Union im Umfrage-Hoch. Im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv erreicht die CDU/CSU weiterhin 37 Prozent und liegt damit 18 Prozentpunkte vor den Grünen. Grüne und Linke gewinnen je einen Prozentpunkt. FDP und AfD, die die Impfpolitik am heftigsten kritisieren, verlieren je einen Prozentpunkt. Für die SPD und die sonstigen kleineren Parteien verändert sich nichts. Die Linke liegt jetzt gleichauf mit der AfD bei 8 Prozent. Bei der letzten Bundestagswahl hatte die AfD noch einen Vorsprung von 3,4 Prozentpunkten vor der Linken.

Wenn jetzt bereits der neue Bundestag gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 37 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9 Prozent), Grüne 19 Prozent (2017: 8,9), SPD 15 Prozent (2017: 20,5), Linke 8 Prozent (2017: 9,2), AfD 8 Prozent (2017: 12,6) und FDP 6 Prozent (2017: 10,7). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (2017: 5,2). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent in etwa der Zahl der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

In den neuen Bundestag würden nach derzeit gültigem Wahlrecht 723 Bundestagsabgeordnete einziehen. Für die Parteien würde sich folgende Mandatsverteilung ergeben: Union 290, Grüne 147, SPD 116, Linke 62, FDP 46 und AfD 62. Die "Kanzlermehrheit" läge bei 362 Mandaten. Rechnerisch könnte die Union zusammen mit den Grünen (437 Mandate) oder mit der SPD (406 Mandate) eine Regierung bilden. Nicht regierungsfähig wären Schwarz-Gelb (zusammen 336 Mandate) sowie Grün-Rot-Rot (zusammen 325 Mandate).

Kanzlerfrage: Söder weiter vorn

Bei den Kanzlerpräferenzen kann sich Markus Söder als Favorit behaupten. Wenn die Deutschen ihren Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich weiterhin 37 Prozent für den CSU-Chef entscheiden. 18 Prozent würden wie in der Vorwoche für den Grünen-Chef Robert Habeck und 14 Prozent für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (minus 1 Prozentpunkt) votieren. Würde der neue CDU-Chef Armin Laschet für die Union antreten, käme das Ergebnis der Vorwoche zustande: 28 Prozent für Laschet, 19 Prozent für Habeck, 17 Prozent für Scholz.

Die stärkste Unterstützung für Söder gibt es in Bayern: 49 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten würden ihren Ministerpräsidenten auch zum Kanzler wählen. Aber auch im Norden (Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern) sowie in Teilen des Ostens (Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg) würden jeweils mindestens ein Drittel für Söder stimmen.

In seinem Heimatland Nordrhein-Westfalen liegt Armin Laschet mit 39 Prozent knapp vor Söder. Aber auch in Bayern sowie in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern würden fast ein Drittel der Wahlberechtigten Laschet wählen.

Olaf Scholz kommt nur in Bremen (24 Prozent) und im Saarland (25 Prozent) über die 20-Prozent-Marke. Robert Habeck liegt in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Berlin knapp über der 20-Prozent-Marke. In den Stadtstaaten Bremen und Hamburg liegt Habeck auf dem ersten Platz - in Bremen mit 30 Prozent, in der Hansestadt Hamburg, die eigentlich als Hochburg von Olaf Scholz gilt, mit 38 Prozent. Scholz erreicht in Hamburg 18 Prozent, ebenso viel wie Armin Laschet. Söder kommt in der norddeutschen Metropole auf 27 Prozent.

Quelle: ntv.de, fni

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