Politik

Afghanische Polizeigehälter Deutschland zahlt 30 Millionen

Die Polizeiausbildung ist für die Deutschen in Afghanistan eine der Hauptaufgaben. Derzeit sind rund 200 Polizeiausbilder am Hindukusch im Einsatz. Die Bundesrepublik zahlt zudem ein hübsches Sümmchen für Polizistengehälter.

17104152.jpg

Ein deutscher Polizist trainiert einen afghanischen Kollegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland steuert 30 Millionen Euro für die Bezahlung von afghanischen Polizisten bei. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurde in Kabul eine entsprechende Vereinbarung über die deutsche Beteiligung an einem internationalen Treuhandfonds für Polizistengehälter in Afghanistan unterzeichnet. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte könne nur gelingen, wenn das Land "über gut ausgebildete und angemessen bezahlte Polizistinnen und Polizisten verfügt", erklärte Außenminister Guido Westerwelle (FDP). "Angemessene Gehälter tragen entscheidend zur Vorbeugung von Korruption bei."

Die Bundesrepublik ist den Angaben zufolge nach den USA, Japan und der Europäischen Union in diesem Jahr der viertgrößte Geber für den Law and Order Trust Fund (LOTFA). Der 2002 ins Leben gerufene Fonds steht unter der Verwaltung der Vereinten Nationen, sein Volumen beträgt aktuell rund 600 Millionen Dollar. Die Gehälter werden über die afghanische Regierung unter Aufsicht einer externen Überwachungsgesellschaft ausgezahlt.

Deutschland beteiligt sich seit 2002 am Aufbau der afghanischen Polizei, derzeit sind rund 200 Polizeiausbilder aus Bund und unterschiedlichen Bundesländern am Hindukusch im Einsatz. Bis Ende 2011 soll die afghanische Polizei auf eine Stärke von 134.000 anwachsen. Mit der Übergabe der Sicherheitsverantwortung am Hindukusch soll im kommenden Jahr begonnen werden, bis 2014 sollen alle ausländischen Kampftruppen das Land verlassen.

Quelle: ntv.de, AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.