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UN-Atomwächter alarmiertDrohne tötet Arbeiter von AKW Saporischschja

18.08.2026, 18:36 Uhr
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Um das frontnahe AKW wurden mehrere Angriffe gemeldet. (Foto: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire)

Das Kernkraftwerk Saporischschja ist seit 2022 von Russland besetzt. Nun explodiert eine Drohne über einem Dutzend von Arbeitern auf dem Weg ins AKW. Die internationale Atombehörde sieht ein großes Risiko in diesen Attacken.

Eine Drohne hat in der Ukraine mehr als ein Dutzend Mitarbeiter des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja angegriffen. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte AKW-Leitung mitteilte, wurde eine Person getötet, 15 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Sämtliche Opfer seien AKW-Angestellte und Mitarbeiter von Subunternehmen, hieß es.

Die Drohne explodierte demnach bei einer Bushaltestelle, die von den AKW-Mitarbeitern auf dem Weg zur Arbeit genutzt wird. Zuvor hatten die russischen Besatzungsbehörden den Angriff gemeldet und machte Kiew dafür verantwortlich. In Moskau teilte das zentrale Ermittlungskomitee mit, dass Strafverfahren wegen der Terroranschläge im Gebiet Saporischschja und in der Hauptstadtregion eingeleitet worden seien. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Reaktion.

Der IAEA wurden auch weitere Angriffe im Industriegebiet um das frontnahe Atomkraftwerk gemeldet. IAEA-Chef Rafael Grossi rief dazu auf, Angriffe auf AKW und ihre Mitarbeiter sofort einzustellen. Solche Attacken stellten ein großes Risiko für die nukleare Sicherheit dar, betonte er auf X. Ein Team der IAEA ist im permanent stillstehenden Kraftwerk stationiert. Es soll die Lage überwachen und durch ihre Präsenz das Risiko von direkten Angriffen verhindern, die zu einem Atomunfall führen könnten.

Die Ukraine wehrt sich seit fast viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Das AKW Saporischschja und die Kraftwerksstadt Enerhodar sind seit März 2022 russisch besetzt. Aus Sicherheitsgründen wurden alle sechs Reaktoren heruntergefahren.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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