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Die Verlockungen des Terrors Dutzende deutsche Dschihadisten getötet

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Der Dschihad erscheint immer mehr Deutschen attraktiv.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Dschihad lockt immer mehr Deutsche an. Hunderte sind schon in die Kampfgebiete in Syrien und im Irak gereist - viele von ihnen sterben dort. "Die islamistische Szene wächst ungebremst weiter", sagt Verfassungsschutzpräsident Maaßen.

Die Anziehungskraft der Kampfgebiete in Syrien und im Irak auf deutsche Dschihadisten ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes ungebrochen: Dem Inlandsgeheimdienst liegen nach eigenen Angaben Hinweise vor, dass inzwischen rund 85 aus Deutschland ausgereiste Islamisten in Syrien oder im Irak umgekommen seien. Insgesamt sind dem Bundesamt für Verfassungsschutz zufolge rund 680 Islamisten bekannt, die aus Deutschland in die Kampfgebiete ausgereist sind. Im vergangenen September hatte der Geheimdienst die Zahl noch auf rund 400 veranschlagt.

Die Ausreisenden rekrutieren sich demnach aus einer immer größer werdenden Salafisten-Szene in Deutschland. Der Verfassungsschutz schätzt die Zahl der Anhänger auf derzeit 7300 - mit anhaltend steigender Tendenz. Im Jahr 2011 waren die Verfassungsschützer noch von 3800 Salafisten in Deutschland ausgegangen; die Zahl stieg seitdem kontinuierlich an.

"Die islamistische Szene wächst ungebremst weiter", erklärte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. "Damit wird auch der Nährboden für den Dschihad größer." Der "Ausreisestrom" in die Kampfgebiete halte unvermindert an.

Maaßen führte die Anziehungskraft der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auch auf deren professionelle Propaganda zurück. "Die brutale IS-Propaganda verfängt weiter", erklärte Maaßen. Die "schockierenden Bilder" von Hinrichtungen durch den IS seien "nicht nur Teil der hochprofessionellen Medienarbeit des IS, sondern auch ein Element der psychologischen Kriegsführung".

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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