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Opel-Mutter ist interessiert EU würde Batteriezellen-Herstellung fördern

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Wenn der Elektroauto-Boom kommt, muss auch Europa dafür gerüstet sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Elektroauto-Boom kommt - da sind sich Experten sicher. In Europa ist man darauf jedoch noch nicht vorbereitet. Die Batteriezellen werden von den großen Autoherstellern primär aus China importiert. Das soll sich nun schnell ändern, gefördert von der EU.

Deutschland und Frankreich treiben ihre Pläne für eine Batteriefertigung in Europa weiter voran. Die Opel-Mutter PSA und der französische Batteriehersteller Saft hätten die Initiative für eine Produktion ergriffen, kündigten CDU-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und sein Kollege Bruno Le Maire in Paris an.

Die EU-Kommission habe erlaubt, dass die Batteriezellenfertigung in Europa mit bis zu 1,2 Milliarden Euro öffentlichen Geldern gefördert werden könnte, sagte Le Maire. Die nötigen Investitionen würden sich insgesamt auf fünf bis sechs Milliarden Euro belaufen, der Löwenanteil müsse von Unternehmen gestemmt werden. "Es ist ein Projekt, das es in dieser Form (...) noch nicht gegeben hat", sagte Altmaier.

Die Kommission erwartet bis Juni Förderanträge für ein europäisches Batterieprojekt und will bis Ende Oktober eine Entscheidung treffen. EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic hatte 2017 eine Batterie-Allianz auf den Weg gebracht. Ziel ist, rechtzeitig zu dem erwarteten Boom von Elektroautos in Europa Batteriefabriken aufzubauen. Bisher werden nach offiziellen Angaben rund 84 Prozent der Batterien weltweit in Asien produziert und nur drei Prozent in Europa.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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