Politik

Tobias Hans im "ntv Frühstart" "Entscheiden am 3. März über Gastronomie"

Friseure öffnen, vielerorts auch bald die Schulen. Aber wie geht es mit der Gastronomie weiter? Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sagt im "ntv Frühstart", darüber werde erst Anfang März entschieden.

Der Ministerpräsident vom Saarland, Tobias Hans, kann noch nicht sagen, wann genau auch Restaurants wieder geöffnet werden können. Darüber wolle man erst Anfang März sprechen: "Wir haben als Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin beschlossen, dass wir am 3. März, auch im Lichte der Entwicklung der Pandemie, dann entscheiden wollen, wie es mit weiteren Öffnungsschritten weitergeht und dazu zählt die Gastronomie", sagte Hans im "ntv Frühstart".

Im Saarland gebe es Restaurants, die zu den besten in Deutschland gehörten, sagte der CDU-Politiker. "Ich hätte am liebsten morgen die Gastronomie offen, aber es ist eben einfach noch nicht so weit und das bringt auch nichts, hier falsche Hoffnungen zu machen." Hans betonte: "Wenn wir dann zusammensitzen mit den Ministerpräsidenten, entscheiden wir sicher auch über Gastronomie."

"Gibt keine Grenzen mit Schlagbäumen mehr"

Am Donnerstag hatte die Bundesregierung entschieden, ab Sonntag Grenzkontrollen an der Grenze zu Tirol und Tschechien einzuführen. Grund dafür ist die sich stark ausbreitende Virus-Mutation in diesen Gebieten.

Das Saarland grenzt an Frankreich und Luxemburg. Zwar sind die Zahlen in diesen Ländern noch unter Kontrolle, Tobias Hans sagte aber über mögliche Grenzschließungen: "Wenn es krasse Unterschiede gibt zwischen den Inzidenzen, dann wird uns nichts anderes übrigbleiben."

Der saarländische Ministerpräsident sagte aber auch, dass man berücksichtigen müsse, wie sich Grenzen darstellen. "Im Saarland gibt es keine Grenzen mit Schlagbäumen mehr, wir leben sozusagen in diesem Grenzraum miteinander." Man könne Pendlerinnen und Pendler nicht einfach "ausschließen", so Hans.

Lockdown bis 7. März

Mit Blick auf den Lockdown, sagte Tobias Hans, dass es im Saarland erst nach dem 7. März zu weiteren Lockerungs-Schritten kommen könne. Hans betonte, dass es wichtig sei, dass auch nach diesem Datum nicht jedes Bundesland seinen eigenen Weg ginge. Man werde sich beispielsweise eng mit Rheinland-Pfalz abstimmen: "Das ist ganz wichtig, dass man nicht einzelne Maßnahmen macht pro Bundesland, das verwirrt die Leute nur", so Hans.

Die Möglichkeit von Shopping-Tourismus - sollte beispielsweise Rheinland-Pfalz vor dem Saarland seine Geschäfte wieder öffnen - bezeichnete Hans als "absolut schädlich". Weiter sagte der Ministerpräsident: "So bekämpft man keine Pandemie. Das muss gemeinsam gemacht werden und das haben wir auch miteinander besprochen. Am 3. März sitzen wir noch mal zusammen und dann wird das entschieden."

Quelle: ntv.de, psa