Politik

Kritik an Besuch von Remmo-ChefEralp will mit organisierter Kriminalität nichts zu tun haben

21.09.2026, 09:34 Uhr
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Getrübter Wahlsieg der Linken in Berlin: Auf der Wahlparty der Partei im Bezirk Neukölln taucht der Chef des Berliner Remmo-Clans auf. CDU und Grüne kritisieren den Besuch. Linken-Spitzenkandidatin Eralp stellt klar, wie sie dazu steht.

Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat sich nach dem Besuch eines führenden Clan-Mitglieds auf einer Linken-Wahlparty klar gegenüber kriminellen Strukturen positioniert. "Mit organisierter Kriminalität wollen wir wirklich nichts zu tun haben", sagte Eralp im RBB-Inforadio. Der Mann sei ihres Wissens nicht eingeladen gewesen und auch danach herausgeschickt worden.

"Es handelte sich um eine öffentliche Veranstaltung, zu der auch ungeladene Personen Zutritt hatten", hatte Jorinde Schulz aus dem Bezirksvorstand der Neuköllner Linken auf Anfrage am Abend mitgeteilt. "Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste. Es gibt weder politische noch persönliche Beziehungen zu dieser Person." Der Besuch der Wahlparty habe daran "selbstverständlich nichts geändert".

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner schrieb bei X: "Dass Issa Remmo auf der Wahlparty der Berliner Linken auftaucht, ist ein verstörendes Signal. Gerade eine Partei, die Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss unmissverständlich deutlich machen, dass es keinerlei Nähe zu Strukturen geben darf, die zur organisierten Kriminalität gehören."

Die Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr zeigte sich extrem irritiert von dem Vorfall. "Das wird die Linke klären müssen, was da passiert ist, warum das passiert ist", sagte sie. Sie erwarte, dass der Linken-Landesverband mit den Akteuren in Neukölln spreche - sowohl mit Blick auf diesen Vorfall, als auch mit Blick auf die Antisemitismus-Debatte der vergangenen Wochen. "Da ist ganz klar, dass es hier eine Klarheit geben muss, bevor eine Regierungsbildung kommt", sagte Stahr.

Die Linke ist bei der Wahl laut dem vorläufigen Endergebnis mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgen CDU (18,8 Prozent), AfD (16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und SPD (12,1 Prozent), wie die Landeswahlleitung nach Auszählung aller Stimmen mitteilte. Die regierende CDU/SPD-Koalition hat damit ihre Mehrheit verloren.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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