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Wegen psychologischer Probleme Erste Migranten verlassen "Open Arms"

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Einige Menschen dürfen, noch bevor das Boot in Lampedusas Hafen einfahren darf, von Bord gehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Obwohl ein italienisches Gericht der "Open Arms" die Einfahrt in Lampedusas Hafen erlaubt, bleibt dem Rettungsschiff vor Ort noch immer der Einlass verwehrt. Nun dürfen mehrere Menschen zumindest von Bord gehen.

Mehrere Migranten haben das Rettungsschiff "Open Arms" der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms nach Tagen auf dem Meer verlassen dürfen. Fünf Menschen dürften wegen psychologischer Probleme von Bord und auf die italienische Insel Lampedusa, twitterte die spanische Organisation am späten Abend. Den Angaben zufolge konnten mit ihnen vier Angehörige ebenfalls an Land gehen.

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Auf Bildern war zu sehen, wie die Migranten das Schiff am Abend verließen. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa handelte es sich um sechs Frauen und drei Männer aus Eritrea und Somalia. Der Rest der mehr als 130 Migranten darf allerdings immer noch nicht anlanden. Die Menschen sind zum Teil seit zwei Wochen an Bord des Schiffs.

Zeitweise hatten die Seenotretter 160 Migranten an Bord, einige von ihnen wurden unter anderem aus gesundheitlichen Gründen schon frühzeitig nach Malta und Italien gebracht. Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hatte dem Schiff die Einfahrt in die Territorialgewässer des Landes verboten. Nach Angaben von Open-Arms-Gründer Oscar Camps hatte die Organisation dagegen beim Verwaltungsgericht Einspruch eingelegt, das daraufhin die Einfahrt in die Gewässer autorisierte. Sechs EU-Länder, darunter Deutschland, hatten sich bereit erklärt, Migranten von der "Open Arms" zu übernehmen.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa