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"Flüchtlingshandy" lag bereit Franco A. erzählt von einfachem Doppelleben

Der Angeklagte Franco A. sitzt im Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt. Foto: Thomas Lohnes/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

Franco A. wird vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben.

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Wie schwer ist es, sich in Deutschland als syrischer Flüchtling auszugeben? Wenn es nach Franco A. geht, ist eine falsche Identität relativ einfach zu inszenieren. Vor Gericht erklärt der Terrorverdächtige sein Vorgehen.

Der unter Terrorverdacht stehende Bundeswehroffizier Franco A. hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt zu seinem "Doppelleben" als angeblicher syrischer Flüchtling ausgesagt. "So aufwendig, wie mancher sich das vorstellt, war das nicht", sagte der 32-Jährige auf Fragen des Gerichts. A. hatte in einer deutsch-französischen Einheit im Elsass gedient, während er als angeblicher Syrer eine Unterkunft im bayerischen Erding zugewiesen bekommen hatte.

Er sei wohl "einmal im Monat bis alle sechs Wochen" unterwegs nach Erding gewesen, um Amtstermine wahrzunehmen, Leistungen abzuholen oder ein Konto zu eröffnen, sagte A. Mit den anderen Bewohnern seiner Unterkunft hatte er ausgemacht, dass sie ihm per Handy Bescheid sagen sollten, wenn Behördenpost kam.

Im Eingangsbereich seiner Wohnung in Frankreich hätte sein "Flüchtlingshandy" gestanden. "Ich war immer froh, wenn nichts eingegangen war, weil ich mich dann um meine eigentliche Tätigkeit kümmern konnte", sagte A. Den Mitbewohnern in Erding hatte er einer früheren Aussage zufolge erzählt, er könne bei Freunden in München unterkommen.

Versteck in Flughafentoilette wurde zum Verhängnis

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A. muss sich vor dem OLG unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat verantworten. Er hatte bestritten, Anschläge geplant zu haben und lediglich eingeräumt, unter falschem Namen einen Asylantrag gestellt zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft A. vor, sich die falsche Identität zugelegt zu haben, um die geplanten Anschläge als Terrorakte eines anerkannten Asylbewerbers darzustellen - und so das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern. Franco A. gab dagegen an, er habe Missstände aufdecken wollen.

Der Offizier soll sich Schusswaffen, Munition und Sprengkörper unter anderem aus Bundeswehrbeständen beschafft haben. Festgenommen worden war er im Februar 2017 in Wien, als er eine Pistole aus einem Versteck in einer Flughafentoilette holen wollte. Im November 2017 hatte der Bundesgerichtshof den Haftbefehl aufgehoben, seitdem befindet sich A. auf freiem Fuß.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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