Politik

Gefährliche Kräutermischungen Fünfmal mehr Tote wegen legaler Drogen

Über 1000 Menschen sterben im vergangenen Jahr an den Folgen des Drogenkonsums. Crystal Meth wird beliebter - doch auch legalen Drogen, die "Legal Highs", sind ein großes Problem. Deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr kosten sie das Leben.

Synthetische Drogen sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Vor allem neue psychoaktive Substanzen etablierten sich zunehmend in der Rauschgiftszene, erklärten die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler und BKA-Präsident Holger Münch. Die Zahl der Todesfälle durch sogenannte Legal Highs ("legale Räusche") stieg im vergangenen Jahr auf 25 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht.

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BKA-Chef Holger Münch und Drogenbeauftragte Marlene Mortler.

(Foto: dpa)

In Deutschland sind laut Bundeskriminalamt mittlerweise mehr als 1500 Legal-High-Produkte mit rund 160 verschiedenen neuen psychoaktiven Wirkstoffen bekannt. Im Internet werden diese Drogen meist als Kräutermischungen oder Badesalzdrogen angeboten. Die Zusammensetzung und die Risiken seien oft nicht bekannt. Münch warnte, die Nebenwirkungen der neuen psychoaktiven Substanzen reichten von Übelkeit, Herzrasen und Erbrechen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Tod.

Mehr Leute nehmen Crystal und Ecstasy

Einen auffällig starken Anstieg gab es im vergangenen Jahr auch beim Ecstasy-Konsum. Die Zahl der erstmals auffälligen Ecstasy-Konsumenten stieg gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent auf 2096. Auch bei Crystal Meth stieg die Zahl der Menschen, die erstmals bei den Behörden auffällig wurden, erneut um 14 Prozent auf 3138. Das Aufputschmittel Crystal Meth macht sehr schnell abhängig und birgt große gesundheitliche Risiken.

Insgesamt starben in Deutschland im vergangenen Jahr 1032 Menschen infolge des Drogenkonsums. Nach dem Anstieg im Jahr 2013 war dies eine erneute Zunahme um drei Prozent. Haupttodesursache war laut BKA eine Überdosierung von Heroin beziehungsweise Morphin in Verbindung mit anderen Substanzen.

Auch die Rauschgiftkriminalität ist gestiegen. 2014 erfasste die Polizei den Angaben zufolge insgesamt 276.734 Fälle, fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Damit habe die Rauschgiftkriminalität nach einem zwischenzeitlichen Rückgang wieder das Niveau von 2005 erreicht.

Quelle: n-tv.de, vpe/rpe/AFP

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