Politik

Schärfere Corona-Regeln Für Söder geht Weihnachten vor Silvester

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Ministerpräsident Söder plädierte dafür, dass Schüler und Lehrer Masken tragen sollten.

(Foto: imago images/Bayerische Staatskanzlei)

Für viele Familien zählt Weihnachten zu den wichtigsten Festen im Jahr. Damit ein Beisammensein auch in diesem Jahr möglich ist, wollen Bund und Länder die Kontaktbeschränkungen an den Feiertagen lockern. Geht es nach Markus Söder, sollen aber zum Jahreswechsel die Zügel wieder angezogen werden.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin für strenge Kontaktbeschränkungen auch über Silvester ausgesprochen - anders als von den meisten Ländern angestrebt. "Denn Weihnachten ist das Fest der Familie, Silvester natürlich mehr das Fest der Freunde", sagte der CSU-Chef im ARD-"Morgenmagazin". Ihm sei lieber, dass man über den Jahreswechsel konsequenter sei als über Weihnachten.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Nachmittag mit Kanzlerin Angela Merkel über eine Verlängerung der Corona-Regeln beraten. Am Montagabend hatten sie sich auf eine Linie geeinigt, mit der sie in die Beratungen gehen. Demnach sollen Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember verschärft werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar aber soll es zu Lockerungen kommen.

Allerdings forderten einige Regierungschefs kurz nach den Verhandlungen im Länderkreis bereits Nachbesserungen. Umstritten ist etwa die Frage, welche Einschränkungen es an Schulen geben soll. Söder plädierte am Morgen dafür, dass Schüler und Lehrer Masken tragen sollten. "Und wir brauchen natürlich auch Wechselunterricht, um die Dichte des Unterrichts zu entzerren", sagte der CSU-Politiker.

"Man verliert die Nerven"

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, plädierte derweil für langfristige und bundesweit einheitliche Regeln. "Was wir brauchen ist erstens Transparenz und Ehrlichkeit. Und wir brauchen Perspektive. Und dazu gehört es, dass wir Risikostufen haben", sagte sie im ARD-"Morgenmagazin". Die Regeln sollten bundesweit einheitlich gelten und je nach Infektionsgeschehen vor Ort angewandt werden. Die Debatten zwischen den Ländern in den vergangenen Wochen hätten zu Unsicherheit bei den Menschen geführt. "Man verliert die Übersicht und man verliert die Nerven", so Göring-Eckardt.

*Datenschutz

Bei der Frage, wie das Weihnachtsfest vonstattengehen könnte, müsse noch einmal diskutiert werden, wie viele Haushalte und wie viele Kinder erlaubt seien, sagte Göring-Eckardt. "Ich hoffe sehr, dass wir nicht dazu kommen, dass alle kreuz und quer durch die Republik fahren und es dann nicht am Ende zehn sein werden, sondern an jedem Tag zehn." Dann könne eine Situation im Januar und Februar entstehen, die Deutschland in "wirklich große Schwierigkeiten" bringe, erklärte die Grünen-Fraktionschefin. Nach jetzigem Stand sollen nach den Vorschlägen der Länder bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten erlaubt sein, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa