Politik

Gemeinsam für Europas Sicherheit Geheimdienste arbeiten trotz Brexit zusammen

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Vor der gerade eröffneten BND-Zentrale sieht man die Flaggen der EU und Deutschlands.

(Foto: picture alliance/dpa)

In vielen internationalen Angelegenheiten sorgt der Brexit für Chaos. Auf Sicherheitsfragen dürfte er sich aber nicht auswirken - finden die Geheimdienstchefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Die Auslandsgeheimdienste in Deutschland und Frankreich wollen auch nach einem Brexit weiter eng mit den britischen Kollegen zusammenarbeiten. Alle drei Dienste würden auch in Zukunft enge Verbündete sein, wenn es darum gehe, Europa gemeinsam vor Bedrohungen wie Islamismus, Terrorismus, organisierter Kriminalität oder Cyber-Angriffe zu schützen, hieß es nach einem Treffen der Chefs der Geheimdienste am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, teilte mit, eine erfolgreiche Abwehr von Cyber-Angriffen werde nur mit einem engen Austausch und einem gemeinsamen Vorgehen möglich sein.

Der MI6-Chef Alex Younger erklärte, Großbritannien werde auch weiter bedingungslos an der Sicherheit Europas mitarbeiten. Die internationale Reaktion auf den Anschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien habe gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den befreundeten Staaten sei. Bei dem Anschlag im britischen Salisbury waren im März 2018 der frühere Doppelagent Skripal und seine Tochter Julia schwer vergiftet worden.

Die Täter nutzten dabei ein Mittel, das dem in der früheren Sowjetunion entwickelte Kampfstoff Nowitschok entspricht. Nach britischen Ermittlungen steckte der russische Militärgeheimdienst GRU hinter der Tat. Die Regierung in Moskau streitet allerdings jegliche Verantwortung ab.

Quelle: n-tv.de, lkl/dpa

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