Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Grüne legen deutlich zu, die AfD stürzt ab

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21 Prozent für die Grünen? Robert Habeck und Annalena Barbock stoßen schon mal an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Lange Zeit gab es bei der Sonntagsfrage im RTL/ntv-Trendbarometer nicht so viel Bewegung. Nach ihrem Bundesparteitag machen die Grünen jedoch einen spürbaren Sprung. Für die AfD, die an diesem Wochenende ihren Parteitag abhält, gibt es dagegen schlechte Nachrichten.

Zum ersten Mal seit vielen Wochen sind bei der sogenannten Sonntagsfrage die Zustimmungswerte der Parteien wieder deutlich in Bewegung geraten. Eine Woche nach ihrem digitalen Bundesparteitag und der Verabschiedung eines neuen, Richtung Mitte orientierten Grundsatzprogramms, sind die Grünen im RTL/ntv-Trendbarometer wieder über die 20-Prozent-Marke gesprungen. Mit einem Plus von zwei Prozentpunkten liegt die Partei mit nunmehr 21 Prozent weiterhin auf dem zweiten Platz. Mit einem Plus von einem Prozentpunkt auf 37 Prozent liegt die Union unverändert vorn.

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Deutliche Bewegung gab es auch bei der AfD, die für ihren Auftritt in der vergangenen Woche im Bundestag stark kritisiert wurde. Die Partei verlor im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte und steht mit nun sieben Prozent so schlecht da wie seit Juli 2017 nicht mehr. Sie fällt damit hinter die Linke zurück, die mit einem Plus von einem Prozentpunkt bei nun acht Prozent liegt. Die SPD verliert einen Punkt auf 15 Prozent der Befragten. Bei der mit sechs Prozent letztplatzierten FDP gab es keine Veränderungen.

Habeck deutlich vor Scholz

Das Plus der Grünen macht sich bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz und nach der politischen Kompetenz deutlich bemerkbar: Wenn die Bundesbürger den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich momentan 34 Prozent für den CSU-Chef Markus Söder, 21 Prozent für den Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck und 15 Prozent für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz entscheiden. Gegenüber der Vorwoche würde Habeck damit um drei Prozentpunkte zulegen, Scholz zwei Prozentpunkte verlieren. Söders Wert bleibt unverändert. 30 Prozent der Wahlberechtigten würden keinen der drei wählen.

Bei der Frage, welche Partei am Besten mit den Problemen in Deutschland fertig werde, sprachen sich in der Forsa-Befragung 41 Prozent für CDU und CSU aus, ein Plus von einem Prozentpunkt. Acht Prozent sprechen den Grünen diese politische Kompetenz zu - drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. In gleichem Ausmaß verlor die SPD, der nur noch fünf Prozent zutrauen, die Probleme in Deutschland lösen zu können. 41 Prozent halten gar keine Partei für kompetent.

Quelle: ntv.de, shu