Politik

RTL/n-tv Trendbarometer Grüne legen nach Kuschel-Parteitag zu

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Für die Grünen geht es in den Umfragen wieder nach oben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während Union und SPD in den vergangenen Wochen über Personalfragen diskutierten, demonstrierten die Grünen auf ihrem Parteitag Einigkeit. Das macht sich auch im RTL/ntv Trendbarometer bemerkbar.

Der harmonische Parteitag und die ungewöhnlich hohen Zustimmungswerte bei der Wiederwahl von Robert Habeck und Annalena Baerbock als Parteichefs sorgen dafür, dass die Grünen in der Wählergunst wieder zulegen. Mit 21 Prozent klettert die Partei im RTL/n-tv Trendbarometer wieder über die 20-Prozent-Marke. SPD (14 Prozent) und Linke (9 Prozent) verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Die Union verharrt weiterhin bei 26 Prozent, FDP und AfD liegen unverändert bei 9 beziehungsweise 13 Prozent.

Die Schwäche der Union dürfte vor allem von ihrem zerstrittenen Eindruck vor dem Parteitag herrühren, die SPD wird durch die sichtbare Personalschwäche in Folge der Diskussionen um die Bewerber für den Parteivorsitz gedrückt. Hinzu kommt, dass die Jugendorganisationen beider Parteien mit ihrem jüngst eingeschlagenen radikaleren Weg besonders bei jungen Wählern nicht punkten konnten. Schon bei der Europawahl schnitten die GroKo-Parteien bei den 18- bis 14-Jährigen schlecht ab: Laut der gerade veröffentlichten Repräsentativen Wahlstatistik des Bundeswahlleiters stimmten in dieser Altersgruppe nur 5 Prozent für die SPD und 7 Prozent für die CDU - während die Grünen ganze 20 Prozent erhielten. 43 Prozent beteiligten sich gar nicht erst an der Wahl.

Kramp-Karrenbauer klar hinter Scholz

Auch wenn Annegret Kramp-Karrenbauer die Machtfrage auf dem CDU-Parteitag überstanden hat - die Kanzlerschaft trauen ihr weiterhin wenige Bürger zu. Gerade einmal 14 Prozent würden im Duell mit Olaf Scholz (34 Prozent) für sie stimmen. Auch im Rennen gegen Habeck würde Kramp-Karrenbauer mit 16 Prozent den Kürzeren ziehen und damit nur auf halb so viele Stimmen wie Habeck kommen. Hätten die Bundesbürger die Wahl zwischen Habeck und Scholz, hätte letzterer mit 25 Prozent einen leichten Vorsprung von 2 Prozentpunkten.

Geht es personenunabhängig um die politische Kompetenz, hat die Union allerdings weiter die Nase vorn: 17 Prozent trauen es der Partei am ehesten zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Die Grünen legen von 10 auf 12 Prozent zu, die SPD bleibt unverändert bei 4 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) traut es jedoch keiner Partei zu, die Probleme lösen zu können.

Quelle: n-tv.de, ftü