Politik

Israelische Vergeltungsschläge Hamas meldet Tod mehrerer Anführer

241295352.jpg

Der Chef des bewaffneten Arms der Hamas in Gaza wurde bei israelischen Luftangriffen getötet.

(Foto: picture alliance/dpa/APA Images via ZUMA Wire)

Seit Wochenbeginn feuern Palästinenserorganisationen mehr als 1000 Raketen auf Israel. Das Land schlägt so schwer zurück wie seit mehreren Jahren nicht und fliegt Hunderte Lufteinsätze gegen die Angreifer - und fügt deren Kommandostruktur empfindliche Verluste zu.

Die Hamas hat den Tod mehrerer ihrer Anführer bei den israelischen Militärangriffen im Gazastreifen bekannt gegeben. Wie die militante Palästinenserorganisation mitteilte, wurden bei den Angriffen der Chef des bewaffneten Arms der Hamas in Gaza, Bassem Issa, und mehrere weitere ranghohe Militärverantwortliche getötet. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hatte zuvor mitgeteilt, Issa und vier weitere ranghohe Hamas-Anführer seien getötet worden.

Nach israelischen Angaben haben Palästinenserorganisationen wie die Hamas und der Islamische Dschihad seit Montag mehr als 1000 Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Viele der Geschosse wurden von der israelischen Raketenabwehr abgefangen, während andere in Wohngebieten einschlugen. In Israel wurden insgesamt fünf Menschen durch den Raketenbeschuss getötet.

Als Reaktion auf die Attacken flog die israelische Luftwaffe die schwersten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014. Sie bombardierte bei Hunderten Einsätzen Einrichtungen der Hamas und anderer militanter Gruppen im Gazastreifen.

Mehr zum Thema

Dabei wurde unter anderem ein Hochhaus im Stadtzentrum von Gaza zerstört, in dem sich auch mehrere Büros der Hamas befanden. Nach palästinensischen Angaben wurden bei den Luftangriffen insgesamt 48 Menschen getötet, unter ihnen 14 Kinder.

Auslöser der jüngsten Gewalteskalation ist die drohende Zwangsräumung von rund 30 Palästinensern aus ihren von jüdischen Israelis beanspruchten Wohnungen in Ost-Jerusalem. Bei den heftigsten Zusammenstößen seit Jahren zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern in Ost-Jerusalem waren in den vergangenen Tagen hunderte Palästinenser und dutzende Polizisten verletzt worden.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen