Politik

"Gern weibliche Doppelspitze" Hennig-Wellsow strebt Linken-Vorsitz an

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Susanne Hennig-Wellsow sitzt seit 2004 im Thüringer Landtag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als sie dem FDP-Politiker Kemmerich nach seiner Wahl zum Thüringer Ministerpräsidenten einen Blumenstrauß vor die Füße wirft, erlangt die Linken-Politikerin Hennig-Wellsow bundesweite Bekanntheit. Nun will die langjährige Landtagsabgeordnete den Vorsitz ihrer Partei übernehmen.

Nach Hessens Linken-Fraktionschefin Janine Wissler hat auch die Thüringer Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow ihre Kandidatur für den Bundesvorsitz angekündigt. "Das ist eine große Aufgabe, die ich mit ebenso großer Lust angehen werde - gern in einer weiblichen Doppelspitze", erklärte Hennig-Wellsow. Über die Ankündigung Wisslers habe sie sich "sehr gefreut". Die derzeitigen Linken-Chefs Katja Kipping und Bernd Riexinger hatten angekündigt, auf eine erneute Kandidatur im Herbst zu verzichten.

Hennig-Wellsow äußerte sich am Rande einer Landesvorstandssitzung ihrer Partei in Erfurt. Die 42-Jährige sitzt seit 2004 im Thüringer Landtag. Seit sieben Jahren ist sie Landesvorsitzende ihrer Partei, nach der Wahl Bodo Ramelows zum ersten linken Ministerpräsidenten übernahm sie 2014 auch den Fraktionsvorsitz.

Bundesweite Schlagzeilen machte Hennig-Wellsow, als sie am 5. Februar dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich einen Blumenstrauß vor die Füße warf, nachdem dieser im Erfurter Landtag mit den Stimmen von CDU und AfD überraschend zum Ministerpräsidenten gewählt worden war. Kemmerich trat kurz darauf zurück, inzwischen wurde Ramelow für eine Übergangzeit bis zu Neuwahlen erneut zum Regierungschef gewählt.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP