Politik

"Sie haben etwas zu verbergen"Hillary Clinton: US-Regierung versucht, Trump aus Epstein-Affäre zu ziehen

18.02.2026, 12:38 Uhr
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Hillary Clinton würde gern öffentlich aussagen. (Foto: WDR/Thomas Kierok)

Als Ende Januar Millionen Seiten von Epstein-Akten veröffentlicht werden, fällt unter anderem der Name Clinton auf. In einem Fernsehinterview spricht Hillary Clinton über die Verstrickung. Sie hat einen Verdacht, was der Justizausschuss zu bezwecken versuche.

Die ehemalige First Lady der USA, Hillary Clinton, glaubt, dass Donald Trump und die US-Regierung etwas zu vertuschen versuchen. Bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten sehe sie Ungereimtheiten, sagte die demokratische Politikerin in der Sendung "Maischberger". "Die schlampige Art und Weise, wie diese Regierung versucht hat, diese Akten zu verbergen, sich über das Gesetz hinwegzusetzen, das Trump selbst unterzeichnet hat, lässt mich vermuten, dass sie etwas zu verbergen hat", so Clinton. "Ich denke, dass sie um Präsident Trump besorgt sind."

Bei einer Anhörung im Januar hätte der Justizausschuss "perfekte, legitime Fragen gestellt", um die Aufmerksamkeit von Trump wegzuleiten, sagte Clinton weiter. Die frühere Außenministerin fuhr energisch fort: "Sie haben etwas zu verbergen. Aber ich weiß nicht, was es ist."

Die 78 Jahre alte Politikerin betonte, dass weder ihr Mann noch sie selbst etwas zu verheimlichen hätten. Die Clintons tauchten mehrfach in den Epstein-Akten auf. Beide wurden aus diesem Grund ebenfalls vor den Untersuchungsausschuss geladen. Zwar wollten Bill und Hillary Clinton zunächst nur schriftlich aussagen, doch das ließ der Kongress nicht durchgehen. Beide müssen sich in Person den Fragen während einer nicht-öffentlichen Sitzung stellen.

Hillary Clinton forderte einmal mehr, die Befragung öffentlich zugänglich zu machen. "Wir haben nichts zu verbergen. Wir haben gesagt, dass wir öffentlich aussagen würden. Wir ziehen das vor. Wir wollen Transparenz", sagte die Ex-First-Lady im ARD-Talk "Maischberger". Und sie schob hinterher: "Das sind diejenigen, die die Aufmerksamkeit umleiten. Sie versuchen, Leute von seiner (Trumps, Anm. d. Red.) Unschuld zu überzeugen." Sie wisse nicht, "ob jemals alle Unterlagen veröffentlicht werden, wie sie eigentlich laut dem Gesetz sollten". Sie hoffe, dass offene Fragen zur Beteiligung des US-Präsidenten noch beantwortet werden. Doch diese Anhörungen seien "eine Anstrengung, um Trump zu schützen. Wovor, kann ich nicht sagen."

Clinton erzählte weiter, dass sie Epstein nie persönlich getroffen habe. Ihr Ehemann habe ihn zwar getroffen, aber nur, weil dieser ein Flugzeug zur Verfügung gestellt habe, mit dem Bill Clinton Wohltätigkeitsprojekte besucht habe. "Das Angebot endete Jahre bevor er verurteilt wurde", sagte die 78-Jährige.

Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium den bislang größten Satz an Epstein-Daten. Millionen Seiten an Akten wurden ins Internet gestellt. Es handelte sich neben Fotos um E-Mail-Verkehr und weitere Dokumente. Es folgten Rücktritte unter anderem der Goldman-Sachs-Chefjuristin, Teilen der britischen Regierung, einer norwegischen Botschafterin und vom Hyatt-Hotelerben.

Quelle: ntv.de, mpa

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