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"Weinerlichkeit hilft nicht" Hirtes Jammerossi-Vergleich bringt SPD auf

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Der Thüringer CDU-Politiker Hirte findet die Debatte in der SPD "weinerlich".

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung ist seit knapp einem Jahr im Amt. Nun greift der CDU-Mann den Koalitionspartner scharf an: Die Debatte um Grundrente und Sozialstaat sei weinerlich, dem Image des Ostens schade das Gejammere. Die SPD ist empört.

Christian Hirtes Job ist es, sich um die Belange der Menschen in den ostdeutschen Ländern zu kümmern. Doch jetzt hat der Ostbeauftragte der Bundesregierung für Krach in der Großen Koalition gesorgt - und zwar mit einer giftigen Attacke auf die SPD. Deren Sozialstaatskonzept konterte der 42-jährige Jurist aus Thüringen mit den Worten: "Es hilft nicht, nur herumzujammern, dass die Ostdeutschen zu kurz gekommen sind und deshalb mehr Geld verteilt werden muss."

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Hirte bescheinigte den Sozialdemokraten eine "Larmoyanz", die nur "das falsche Image des Jammerossis" bediene. Das brachte die SPD sofort auf die Barrikaden: "Schade, dass der Ostbeauftragte sein Amt politisch benutzt", twitterte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. "Die Grundrente hat nichts mit Jammern zu tun." Der Thüringer SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee warf Hirte einen "Frontalangriff" vor, mit dem der Ostbeauftragte die Zusammenarbeit der Großen Koalition infrage stelle.

Via Facebook versuchte Hirte, der sich selbst bei seinem Amtsantritt im März 2018 als "Lobbyist" für den Osten bezeichnet hatte, seine Attacke zu mildern. Die SPD solle seine Bewertung "nicht als Generalangriff, sondern als sorgenvolle Einschätzung verstehen".

Ostdeutsche als "Hinterwäldler" dargestellt?

Der forsche Regierungsbeauftragte, der als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium angesiedelt ist, trifft die Genossen mit seiner Attacke an einer empfindlichen Stelle: Die SPD setzt derzeit alles daran, sich mit ihrem Grundrenten-Konzept und einer Abkehr von Hartz IV aus dem Umfragetief zu befreien.

Der am 23. Mai 1976 im thüringischen Bad Salzungen geborene Hirte macht nicht zum ersten Mal mit forschen Äußerungen von sich reden. Die Linke hatte ihm kurz nach seinem Amtsantritt vorgeworfen, er stelle die Ostdeutschen "als ausländerfeindliche Hinterwäldler" dar. Hirte hatte zuvor Verständnis für die Skepsis vieler Ostdeutscher gegenüber Ausländern geäußert. "Auch heute noch ist der Osten deutlich homogener als der Westen", hatte er gesagt. "Es ist menschlich verständlich, wenn man auf Fremdes aus Angst vor Veränderung zunächst mit Ablehnung reagiert."

Quelle: n-tv.de, mau/AFP

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