Politik

Klimaanlagen in Kliniken und Co.Hitzeschutz? Da sind die Deutschen ungewohnt einig

18.08.2026, 15:30 Uhr
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ARCHIV-08-06-2026-Berlin-Eine-Frau-schiebt-in-einem-Pflegeheim-einen-Wagen-mit-Trinkbechern-und-Wasser-Hitze-stellt-insbesondere-fuer-aeltere-und-pflegebeduerftige-Menschen-ein-Risiko-dar
Eine Trinkstation in einem Pflegeheim. Vor allem kranke und alte Menschen leiden unter Hitze. (Foto: dpa)

Temperaturen jenseits der 30 Grad sind in diesem Sommer keine Seltenheit. Viele Menschen suchen dringend nach Abkühlung - finden sie aber selten in öffentlichen Gebäuden. Sollte dort nachgebessert werden? Die Deutschen haben eine klare Meinung.

Die Hitzewellen dieses Sommers waren extrem - aber vermutlich nur ein Vorgeschmack auf künftige Sommer. Denn der Klimawandel befeuert extreme Wetterverhältnisse. Wenn es um den künftigen Schutz vor Hitze geht, zeigen die Bundesbürger über Parteigrenzen hinweg eine ungewohnte Einigkeit.

Laut RTL/ntv-Trendbarometer sind große Mehrheiten der Menschen in Deutschland für den Einbau von Klimaanlagen oder anderen Kühltechniken in öffentlichen Gebäuden. So sagen 95 Prozent, dass entsprechende Maßnahmen bei Krankenhäusern besonders dringlich seien. Bei Alten- und Pflegeheimen sagen das 92 Prozent, bei Schulen 78 Prozent. Bei Ämtern und Behörden halten dagegen nur 37 Prozent der Menschen den Einbau solcher Technik für besonders dringlich.

Dabei sind sich Ost (96 Prozent) und West (94 Prozent) weitgehend einig, dass vor allem Krankenhäuser entsprechend ausgestattet werden sollten. Bei Alten- und Pflegeheimen ist der Unterschied zwischen Ost (96 Prozent) und West (91 Prozent) ebenfalls gering. Für Hitzeschutz in Schulen sprechen sich im Osten 84 Prozent aus, im Westen 77 Prozent. Bei Ämtern und Behörden sagen das 39 Prozent im Osten beziehungsweise 36 Prozent im Westen.

Auch die Anhänger der verschiedenen Parteien sind sich weitgehend einig. Die Zustimmung zum dringlichen Hitzeschutz in Krankenhäusern liegt zwischen 92 Prozent bei AfD-Wählern und 99 Prozent bei Anhängern der Linken. Auch bei Alten- und Pflegeheimen bilden AfD (89 Prozent) und Linke (97 Prozent) die beiden Pole, liegen aber nicht weit auseinander. Bei Schulen sehen 73 Prozent der SPD-Wähler Klimaanlagen oder Kühltechnik als besonders dringlich an - das ist der geringste Wert. Den höchsten Wert gibt es bei Linke-Anhängern mit 88 Prozent. In Ämtern und Behörden ist nur 33 Prozent der AfD-Anhänger Hitzeschutz wichtig, bei Linken-Wählern sind es 50 Prozent.

Große Mehrheit fürs Wassersparen

Neben der Hitze ist auch die anhaltende Trockenheit in Deutschland ein viel diskutiertes Thema. Um Engpässe beim Trinkwasser zu vermeiden, ordneten einige Städte und Gemeinden Einschränkungen beim Wasserverbrauch an. Das gilt zum Beispiel für das Gießen des Gartens. Eine große Mehrheit von 81 Prozent hält solche vorübergehenden Maßnahmen zur Einschränkung des Wasserverbrauchs für Privathaushalte für richtig, 17 Prozent halten sie für nicht richtig. Dabei ist die Zustimmung in Ost (78 Prozent) und West (81 Prozent) ähnlich hoch.

Bei den Parteianhängern gibt es jedoch Unterschiede: Während je 93 Prozent der Wähler von Union, SPD und Grünen die vorübergehenden Einschränkungen für richtig halten und es bei der Linke noch 87 Prozent sind, sagen dies nur 66 Prozent der AfD-Anhänger. 33 Prozent von ihnen halten die Maßnahmen für falsch.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 14. und 17. August erhoben. Datenbasis: 1002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte. Die Befragung zur Einschränkung beim Wasserverbrauch erfolgte im Auftrag von "Stern" und RTL Deutschland am 13. und 14. August. Befragt wurden 1007 Menschen, die Fehlertoleranz beträgt plus/minus 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa gibt es hier.

Quelle: ntv.de, mli/mmo

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