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USA verurteilen Assads Luftangriffe IS greift Ramadi an

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Diese Aufnahme bewaffneter Kämpfer in Ramadi entstand bereits zu Beginn des Jahres.

REUTERS

Die Provinzhauptstadt Ramadi im Westen des Iraks hat strategische Bedeutung, sagt ihr Gouverneur. Nun versucht der IS, den Ort einzunehmen. Die USA kritisieren derweil das Assad-Regime für seine Luftangriffe auf die IS-Hauptstadt.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat erneut die Stadt Ramadi im Westen des Iraks angegriffen. Regierungstruppen und verbündete Stammeskämpfer verteidigen den Sitz der Provinzregierung im Stadtzentrum, sagten Polizeivertreter. Der Gouverneur von Anbar, Ahmed al-Dulaimi, warnte vor den Folgen einer militärischen Niederlage in Ramadi. "Wenn wir Anbar verlieren, verlieren wir den Irak", sagte der verletzte Politiker, der derzeit in Deutschland behandelt wird, einem irakischen Fernsehsender.

Ramadi ist die Hauptstadt der an Syrien grenzenden Provinz Al-Anbar, die fast vollständig unter der Kontrolle des IS steht. Die Dschihadisten eroberten bereits mehrere Viertel der Provinzhauptstadt. Zuletzt hatten sie am Freitag eine Offensive gestartet, um die Regierungstruppen auch aus dem Standzentrum zu vertreiben.

Peschmerga verteidigen Dörfer

In der ölreichen Provinz Kirkuk gelang es kurdischen Kämpfern, einen Vorstoß der IS-Miliz abzuwehren. Die Dschihadisten griffen nach Angaben eines Peschmerga-Kommandanten drei Dörfer im Westen der etwa 240 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Kirkuk an. Zwischenzeitlich brachten sie demnach eine der Ortschaften unter ihre Kontrolle.

Unterstützt durch Luftangriffe sei es den Kurden aber gelungen, die IS-Kämpfer wieder zurückzudrängen. Ein Polizist und fünf Peschmerga-Kämpfer seien bei den Gefechten getötet worden, teilten Offiziere und Rettungskräfte mit. Zudem habe es 28 Verletzte gegeben.

USA verurteilen Luftangriffe

Am Mittwoch sorgten Luftangriffe des syrischen Assad-Regimes auf eine IS-Hochburg für Schlagzeilen. Die USA haben das Bombardement von Al-Rakka nun verurteilt. "Wir sind entsetzt über die Berichte", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, Dutzende Zivilisten seien getötet worden. Sie warf Assad ein anhaltendes Massaker an der Zivilbevölkerung vor.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte berichtet, bei den Angriffen seien mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere seien verletzt worden. Demnach bombardierte die Luftwaffe unter anderem einen Markt und eine Moschee. Al-Rakka ist die inoffizielle Hauptstadt des vom IS ausgerufenen Kalifats.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/dpa

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